Photovoltaik - 1. Zusammenfassung

Donnerstag, 22 Februar, 2018 - 00:00

Photovoltaik - 1. Zusammenfassung

Während des Hausbaus stellte sich uns auch die Frage: Wollen wir Photovoltaik aufs Dach? Wir haben uns aus drei Gründen dagegen entschieden.

  • Die Kreditsumme ohne PV-Anlage war schon schwindelerregend genug und sollte nicht weiter erhöht werden.
  • Wir hatten uns um genug Dinge zu kümmern. Da blieb keine Kapazität, um über eine PV-Anlage nachzudenken.
  • Unser Haus hat ein Ost-West-Dach, da ist die Einstrahlung geringer.

Drei Jahre später gehen wir die Sache nun erneut an. Hier unsere Erkenntnisse.

Vorweggenommenes Fazit:

  • Eine solche PV-Anlage lohnt sich, je nach Ausrichtung - auch West-Ost-Ausrichtung ist geeignet - ergeben sich ca. 9 % Rendite, die Anlage ist nach ca. 11 Jahren abbezahlt. (Bei Finanzierung bleiben nach Abzug der Finanzierungskosten 7-8 % Rendite bzw. ca. 13 Jahre Amortisationszeit). Eine möglichst realistische Musterrechnung findet sich unten. Rendite-Angaben in Wirtschaftlichkeitsrechnungen von Anbietern (bis zu 13 % Rendite) enthalten oft nicht alle Faktoren!
  • Anlagen ohne Batteriespeicher sind wirtschaftlicher. (Rechnung siehe unten) Es erscheint eine sinnvolle Strategie, die Entwicklung der Preise für Strom (steigend) und für Batteriespeicher (fallend) zu beobachten und ggf. später auf Batteriespeicher umzurüsten, evtl. wenn der Wechselrichter nach 10-15 Jahren kaputt geht (denn eine Speicheranlage benötigt ggf. einen anderen Wechselrichter.)
  • Am lohnendsten für Privathäuser sind meist PV-Anlagen mit einer Spitzenleistung von knapp unter 10 kWp. (Beim Sprung über 10 kWp sinkt zunächst die Rendite, weil EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch anfällt und die Einspeisevergütung leicht sinkt. Oft ist die Dachfläche ein begrenzender Faktor)
  • Die Kosten belaufen sich (bei Verwendung eines regionalen Anbieters aus Rheinhessen) auf ca. 13.000-14.000 €. (Eine 9,9-kWp-Anlage ohne Batteriespeicher mit schicken Full-Black-Modulen wurde uns für ca. 13.600 € angeboten.)
  • Eine Kreditrate kann durch die monatlichen Erträge bezahlt werden. Das Argument gegen Photovoltaik, man müsste ja einen Kredit aufnehmen, zählt also nicht.
  • Wir haben uns aufgrund einer Empfehlung eines PV-Gutachters und des günstigen Angebots für das Solar-Zentrum Rheingau entschieden. (Weitere Informationen zu lokalen Anbietern siehe unten.) Es gab dann leider 7 Wochen Verzögerung bei der Inbetriebnahme wegen unnötigem Hin und Her beim Messkonzept (Steuerung und Zählung von Stromentnahme bzw. Stromeinspeisung für Haushaltsstrom und Wärmepumpenstrom).
  • Alle Angaben sind Stand Frühjahr 2018.

Weitere Informationen finden sich zu den Themen

 

 

 

Eingestellt von