Juliane & Peter

Beschreibung / Vorwort:

Ort: Budenheim am Rhein
Objekt: zweigeschossiges EFH mit Keller mit 146 qm Wohnfläche, Satteldach mit 25° Dachneigung und ca. 2.60 m Kniestock
Bauweise: Massiv (17.5 cm Kalksandstein plus 20 cm Dämmung)
Haustechnik: Wärmepumpe (Geothermie mit aktiver Kühlung), zentrale KWL mit Wärmerückgewinnung, elektr. Rolläden mit Somfy-Funksteuerung
Geplanter Baubeginn: 01.09.2015
Tatsächlicher Baubeginn: 21.10.2015
Einzug: 13.08.2016 (Zu diesem Zeitpunkt fehlten im Wesentlichen noch drei Innentüren, die Fertigstellung des Treppengeländers sowie die Außenanlagen, also Einfahrten, Eingangstreppe, Terrasse, Mülltonneneinhausung und Fertigstellung des Außenanstrichs)
Fertigstellung: Im Oktober 2016 waren die baulichen Elemente (Außenanlagen und Anstrich) im Wesentlichen fertig, die Rest- und Nacharbeiten ziehen sich leider immer noch hin (siehe hier).
Endabnahme: 21.04.2017
Abschluss der Rest- und Nacharbeiten: steht immer noch aus (14 Monate nach Einzug!)
Schlussrechnung: steht immer noch aus (14 Monate nach Einzug!)
Hauspläne: siehe hier
Fotos: siehe hier

Hallo liebe Leser!

Ihr findet hier kein Bautagebuch, wo haarklein beschrieben wird, was uns in unserem individuellen Bauherrenleben täglich bewegt hat. Vielmehr haben wir versucht, aus all unseren Erfahrungen die Dinge herauszufiltern, bei denen wir in unserer Laienmeinung denken, dass sie für andere Bauherren interessant sein könnten. Wir waren zumindest in der Planungsphase dankbar, wenn wir in Bauherrentagebüchern und Bauforen nützliche Informationen und Erfahrungswerte anderer Bauherren finden konnten. Man muss auch nicht zwingend chronologisch lesen. Für Rückmeldungen jeder Art sind wir dankbar. Wir freuen uns über Nachrichten von anderen Bauherren oder gar künftigen Nachbarn in Budenheim.

Kontakt: jx7@gmx.de

Aktueller Status (18.10.2017):

14 Monate nach Einzug laufen immer noch einzelne Rest- und Nacharbeiten. Und wir warten immer noch auf die Schlussrechnung. 

Problem mit der Lautstärke der Lüftungsanlage (18.10.2017):

Das Problem mit der Lautstärke der Lüftungsanlage ist immer noch ungelöst. Vor 6 Monaten wurde reklamiert und seitens Gemünden anerkannt, dass die Lüftungsanlage  zu laut ist und die DIN 4109 verletzt. Am 18.09 waren Mitarbeiter von Gemünden und vom Hersteller Helios bei uns im Haus und räumten ein, dass die Anlage im Keller bereits zu laut sei. Die Katalogwerte für den Schalldruck von 41 dB_A wurden mit 54 bis 57 dB_A massiv überschritten, es liegt also nahe, dass das Lüftungsgerät einen Defekt wie z.b. eine Unwucht im Ventilator haben muss. Am 24.10. soll das Problem behoben werden, notfalls durch den Austausch des kompletten Lüftungsgeräts.

Fazit bisher mit Gemünden Bau als Generalunternehmer (18.10.2017):

Die Beauftragung von Gemünden war keine schlechte Entscheidung. Der wichtigste Punkt ist, dass wir bei Gemünden nie Sorge hatten, in eine Baukatastrophe zu laufen, wie man sie leider immer wieder von anderen Bauherren hört wie z.B. undichten Kellern, Insolvenzen, Rechtsstreitigkeiten nach Bauabschluss, etc. Der zweitwichtigste Punkt ist, dass Gemünden alle aufgetretenen Mängel anerkannt hat und dafür gesorgt hat, dass die Mängel behoben wurden (selbst wenn die Mängelbehebung sich am Ende doch ein wenig hingezogen hat.). Es gibt viele Punkte, in denen sich Gemünden Bau sehr gut präsentiert hat. Qualitativ sind wir mit Gemünden in den meisten Punkten sehr zufrieden. Nicht zufrieden sind wir mit der Planung und Ausführung der Lüftungsanlage. Immerhin gibt man sich Mühe entsprechend nachzubessern. Unmöglich finden wir dagegen, dass unser Bauleiter die meiste Zeit nicht erreichbar war und man nur alle paar Wochen etwas von ihm hörte. Auch dass 14 Monate nach Einzug noch Nacharbeiten anstehen und wir noch keine Schlussrechnung erhalten haben, empfinden wir als nervig. 

Hier unsere Plus- und Minuspunkte mit Gemünden:

+ meist vorbildliche Bauqualität
Die Bauqualität erscheint vorbildlich, bisher hat unser Baugutachter nicht viel zu meckern gehabt, immer wieder lobt er Materialqualität und Arbeitsweise. Alle Baufehler wurden anstandlos behoben (fehlender Sturz, falsche Fenster, Dachüberstand zu gering, eine Innenwand zu dünn für die geplanten Installationen, Eingangsüberdachung zu breit ausgeführt, Schimmel in der Dachkonstruktion vom Schuppen). Die beteiligten Handwerker, mit denen wir Kontakt hatten, waren alle sehr freundlich und engagiert und hinterließen überwiegend einen sehr guten Eindruck. 
Als Kritikpunkte sind die folgenden zu nennen:

+ Große Kostensicherheit
Es kam zu keinem Zeitpunkt des Baus zu unerwarteten Zusatzkosten. Wenn es unvorhergesehene Probleme in der Umsetzung der Planung gab, wurde das Problem für uns als Bauherren kostenneutral gelöst. Gesucht wurde immer nach sinnvollen Lösungen, nicht ausschließlich nach der kostengünstigsten Variante.

+ Geschäftsführung gesprächsbereit
Vorbildlich war das Verhalten der Geschäftsleitung in den kritischen Bausituationen beim Umgang mit den aufgetretenen Problemen. Der Vorstand von Gemünden sehr gesprächsbereit und sehr kooperativ. Es wurde sich sehr bemüht, am Ende doch noch alles bestmöglich zu regeln. Nach dem kurzfristig abgesagten Hausübergabtermin wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, dass zumindest eine Woche später alles halbwegs fertig war.

+ Renommierte Firma
Gemünden Bau ist eine große, renommierte Firma, die Gefahr einer Insolvenz ist als äußerst gering einzuschätzen.

+ Umsetzung der Kundenwünsche
Der Bauleiter denkt mit und bringt seine Ideen (Positionierung Strangentlüftung, Abdeckung Wäscheschacht, Form Terrasse, Fallrohr Eingangsüberdachung, Öffnungsrichtung Schuppentür) ein. In den meisten Bereichen ging er auf unsere Wünsche ein. Manche Wünsche versuchte er einem anfangs eher auszureden (Wäscheschacht, abgemauerte Dusche statt Glaswand), in manchen Bereichen musste man hinterher sein, um seine Wünsche umsetzen zu können (Haustür, Schiebetüren, Treppengeländer, Planung der Lüftungsleitungen inklusive der sich daraus ergebenden Abkofferungen).

- Schleppende Bemusterung
Die Bemusterung (siehe hier oder hier) ist oft umständlich und schleppend. Auf das Sanitär-Angebot mussten wir z.B. zehn Wochen warten, elf Wochen auf ein Angebot für die Begradigung des Gartens (Auf die Abrechnung der Gartenbegradigung warten wir seit 10 Monaten.). Auch die Bemusterung des Treppengeländers verlief unbefriedigend. Man begann viel zu spät mit der Planung und die Bemusterung verlief zu wenig zielstrebig (kein vernünftiges Beratungsgespräch) und zu schleppend. Manche Dinge wie z.B. Parkett waren sehr teuer aufzubemustern. Fingerprint (inkl. elektr. Motorschloss) für die Haustür sollte 1700 € Aufpreis kosten - wir haben es dann anderswo für 700 € bekommen. Immerhin muss man Gemünden zugute halten, dass es möglich ist, einzelne Posten wie Wohnzimmerparkett oder Haustür wieder aus dem Vertrag rauszunehmen, wenn man das Gefühl hat, selbst woanders bessere Angebote zu bekommen. Im Falle der Haustür konnten wir so ca. 2800 € sparen.

- Mäßiges Bautempo
Das Bautempo war in vielen Phasen recht niedrig. Der Einzug war 11.5 Monate nach geplantem Baubeginn. (Zu diesem Zeitpunkt fehlten im Wesentlichen noch drei Innentüren, die Fertigstellung des Treppengeländers sowie die Außenanlagen, also Einfahrten, Eingangstreppe, Terrasse, Mülltonneneinhausung und Fertigstellung des Außenanstrichs). Nach 14 Monaten waren die baulichen Elemente (Außenanlagen und Außenanstrich) im Wesentlichen fertig, die Rest- und Nacharbeiten ziehen sich nach 23 Monaten leider immer noch hin. In Aussicht gestellt wurden uns 9-10 Monate, was durchaus realistisch sein kann, wie man an unseren Nachbarbaustellen der Bauberatung Kress sieht. Dort wurde ein Haus mit Keller in 7 Monaten fertig.

Von geplantem Baubeginn bis zum Richtfest vergingen bei uns vier Monate. (Kress-Baustellen: 2 Monate). Weitere vier Monate vergingen vom Richtfest bis zur Fertigstellung der Elektrik (dazwischen wurden Dachdecken, Fenstermontage, Innenputz und Trockenbauwände erledigt). Im Bauablaufplan, den wir ausgehändigt bekommen haben, waren für diese Arbeiten zwei Monate vorgesehen. In der Sorge, dass sich auch die weiteren Arbeiten vom Zeitrahmen her verdoppeln würden, hatten wir dann ein Gespräch mit der Geschäftsleitung von Gemünden. Bis zur Fertigstellung wurde uns daraufhin ein stark erhöhtes Arbeitstempo versprochen; in der ersten Augustwoche sollte alles fertig sein). Siehe hier. Am Ende war es so, dass in der zweiten Augustwoche das Wesentliche fertig war. Die Außenanlagen und die fehlenden Details sollten nachgeliefert werden.

- Verdrießliche Kommunikation mit Bauleiter
Mit der Kommunikation mit dem Bauleiter (Innenausbau) sind wir äußerst unzufrieden. Telefonisch ist er gar nicht erreichbar, persönliche Treffen finden nur ca. ein Mal im Monat statt. Die Kommunikation verläuft hauptsächlich über E-Mail, was die Planung oft umständlich und langwierig macht. Oftmals werden E-Mails gar nicht beantwortet oder in den Anwort-E-Mails nur manche unserer Fragen beantwortet. Es gab es einige nervenraubende Situationen, in denen wir uns sehr geärgert haben (siehe hier oder hier oder hier). Oft erhält man wochenlang keine Nachricht über die Baustelle, zwei Mal wurde ein Termin noch am gleichen Tag abgesagt. Von seinen Urlauben erfahren wir erst, wenn er schon in Urlaub ist (zwei Mal vorgekommen). Selbst Komplikationen bezüglich des Termins für Fertigstellung und Übergabe wurden nicht kommuniziert. Uns wundert es, dass sich Gemünden eine so mangelhafte Baubetreuung erlauben kann. Ähnliche Erfahrungen bezüglich der Überlastung des Bauleiters und der schwierigen Kommunikation mussten wir auch von anderen Gemünden-Bauherren hören.

- Schleppendes Tempo bei Restarbeiten und bei der Mängelbeseitigung
Es dauerte nach dem Einzug noch mehr als 14 Monate, bis alle Rest- und Nacharbeiten abgeschlossen waren. Allerdings muss man auch positiv erwähnen, dass sämtliche Mängel anerkannt und behoben wurden!

Wäre natürlich interessant zu wissen, wie es gelaufen wäre, wenn wir uns für unsere "Nummer 2" entschieden hätten: "Fertighaus Keitel".

Zufriedenheit mit den weiteren beteiligten Firmen:

Architekturbüro Schuster (Ingelheim): Sehr gute Zusammenarbeit, auch in kritischen Momenten (Ablehnung des Bauantrags)

Bodengutachten Rubel & Partner (Wörrstadt): Mangelnde Kommunikation bei Problemen! Bodengutachten wurde erst mit einem Monat (!) Verspätung ausgeführt!

Statiker Ingenieurbüro Feller + Brendel GmbH (Weinsheim): Der Statiker ist nicht schuld an der verzögerten Fertigstellung der Statik! Das Bodengutachten kam wohl nicht bei ihm an! (Diese Info hätte er aber auch mal an uns weitergeben können, bevor er zwei Wochen in Urlaub ging.)

Walter Badusche (Kleinwinternheim, Bauherrenschutzbund, Baubegleitende Qualitätskontrolle): Einen Baugutachter als kompetenten Beistand zu haben, ist für uns als Bauherren eine super Sache. Herr Badusche ist ein alter Hase. Seit 2009 stünde ihm aus gesetzlicher Sicht eigentlich der Ruhestand zu, aber er arbeitet weiter akribisch als Baugutachter und schreibt für uns regelmäßig präzise Berichte über den Bauzustand und steht uns jederzeit beratend zur Seite. Die Entscheidung, einen Baugutachter ins Boot zu holen, der auf Augenhöhe mit der Baufirma sprechen kann, war aus unserer Sicht jedenfalls goldrichtig, und wir würden diese Vorgehensweise auch jedem Bauherren empfehlen.

Fensterbau Kutzschbach (Mainz): Die Firma hat uns ein super Angebot für eine tolle Haustür gemacht. Es lief alles reibungslos.

Schlosserei Martin (Mainz): Die Firma hat das Treppengeländer für unsere Hauseingangstreppe geliefert und montiert. Es lief alles reibungslos und wir sind sehr zufrieden.

Parkett Kreativ (Mainz): Die Firma hat unser Wohnzimmerparkett (Hochkantamelle Esche) verlegt, abgeschliffen und geölt. Die Firma war zuverlässig und hat gute Arbeit abgeliefert. Allerdings waren nach dem Parkettverlegen einige schwarze Striche an der Wand, die wir überstreichen mussten. Außerdem hat die Firma einfach den Müll (3 Säcke voll mit Abschliff, leere Klebstoffeimer) auf der Baustelle stehen lassen. Eine Sockelleiste sitzt nicht ganz richtig. Eine Antwort auf die per Mail durchgegebene Rückmeldung dieser Kritikpunkte kam nicht.

Energieberatung Frau Merkelbach (Münster-Sarmsheim): Frau Merkelbach arbeitet öfter für Gemünden und übernahm für uns die Betreuung bezüglich des KfW-70-Nachweises. Die Zusammenarbeit war sehr angenehm.

Frank Schranksysteme: Die Optik ist sehr gut, aber der mühselige und langwierige Aufbau der Ankleide hat uns die nervendsten Stunden unseres Hausprojekts überhaupt beschert (siehe hier).

Rosi Galabau (Budenheim): Die abgelieferte Arbeit war qualitativ nicht so akkurat, wie es hätte sein können, allerdings war der Preis auch günstig. 

Für die Zufriedenheit mit den Subunternehmern von Gemünden siehe hier.

Letzte 5 Blogeinträge:

Montag, 18 September, 2017 - 00:00

Wie bei der Endabnahme am 21.04. gemeinsam festgehalten wurde und wie auch der am 28.04. vor Ort gewesene Techniker von Gangluff einräumen musste, ist unsere Lüftungsanlage inakzeptabel laut.  Ich konnte mich inzwischen mit 15 anderen Bauherren unterhalten, die auch eine Helios KWL haben. Alle berichten, dass in der normalen Stufe gar nichts von der Anlage zu hören ist. 

 

UPDATE 18.09.2017:
Mittlerweile scheint die Ursache gefunden zu sein: Laut Katalog sollte unsere KWL bei 200 m^3/h in einem Meter Abstand eine Abstrahlung von 41 dB_A haben. Bei uns eingeregelt sind 190 m^3/h und gemessen habe ich Werte von 54-57 dB_A. Auch die Herren des Herstellers Helios haben eingeräumt, dass die Anlage lauter sei als andere vergleichbare Anlagen, die sie verbaut haben. Klar, dass sich das in die Räume fortpflanzt. In zwei Räumen sind wir bei 38 dB_A, der Grenzwert laut DIN 4109 beträgt 35 dB_A.

 

 UPDATE 18.10.2017:
Am 24.10. soll das Problem behoben werden, notfalls durch den Austausch des kompletten Lüftungsgeräts. 

 

Verlauf der Problematik bisher:

(1) Verdreckte Filter
Verdreckte Filter haben einen großen Einfluss, weil die Anlage die Drehzahl hoch regelt, um trotz verstopfter Filter den Volumenstrom aufrechtzuerhalten. Das betriftt sowohl die Filter im Gerät im Keller, als auch die Filter in den Ansaugöffnungen in den Ablufträumen wie Küche, Bad, etc.

(2) Zusätzliche Schalldämpfer
Abhilfemaßnahmen in Form von zusätzlichen Schalldämm-Volumenelementen (SVE) in einzelnen Räumen haben keine Verbesserung gebracht. Nachträglich eingebrachte Schalldämpfer (SVE oder Einschubtelefonieschalldämpfer) verringern den Querschnitt. Um die durch den kleineren Querschnitt entstandenen Reduzierung des Volumenstroms zu kompensieren, dreht die Volumenstromsteuerung der KWL die Drehzahl hoch, was die Lautstärke der KWL wieder erhöht. Eine andere Variante eines Einschubschalldämpfers in zwei Räumen (ETS=Einschub-Telefonie-Schalldämpfer) hat das Problem auch nicht gelöst.

Laut telefonischer Auskunft von Helios sind die SVE vorwiegend zur Volumenstromreduzierung gedacht, die ETS vorwiegend zur Vermeidung von Telefonieschall von einem Raum zum  anderen Raum bei nicht sternförmig verlegten Lüftungsanlagen. Die wesentliche Aufgabe der Schalldämmung der Motorgeräusche muss von den Schalldämpfern zwischen KWL und Verteiler realisiert werden.

(3) Länge des Schalldämpfers im Keller
Helios empfiehlt für die an die KWL angeschlossenen Schalldämpfer (Flexible Telefonie-Schalldämpfer bzw. Flexible Rohrschalldämpfer) eine Länge von 100 cm. In unserem Haus wurden zunächst ein Schalldämpfer der Länge 75 cm eingeplant, verbaut wurde letztendlich aber - wie ich zufällig entdeckt habe - nur ein Schalldämpfer der Länge 42 cm, also weniger als die Hälfte der Empfehlung von Helios. Mittlerweile wurde das Gerät neu montiert mit einem Schalldämpfer der vorgeschriebenen Länge. Die Geräuschentwicklung in den Räumen ist dadurch merklich reduziert, allerdings liegen wir in zwei Räumen immer noch bei Werten über der DIN 4109 (35 dB_A).

Alte Montage (60 cm Schalldämpfer, auf 42 cm zusammengedrückt):

Neue Montage (weiter unten und weiter rechts) mit S-förmig gebogenen Schalldämpfern (100 cm):

Als Nachteil haben wir nun, dass der Kondensatablauf dann über einen kleine, 10 cm hohe 10-Liter-Plastikwanne, wie gelegentlich zu leeren wäre, geschehen muss. Es gibt wohl aber auch spezielle flache Kondensatpumpen, die auch in der tieferen Montage noch unter die KWL passen würden.

(4) Bypass
Es war bei uns mehrfach aufgetreten, dass die Lüftungsgeräusche für mehrere Stunden nochmals deutlich erhöht waren, so dass in den betroffenen Räumen der Grenzwert von 35 dB_A nicht nur um einige dB_A überschritten war, sondern mit ca 45 dB_A deutlich überschritten. Ich konnte beobachten, dass in diesen Zeiträumen der Bypass geöffnet war. Als die Geräusche nach einiger Zeit wieder auf das normale Level zurückgingen, konnte ich beobachten, dass der Bypass nun wieder geschlossen war. Weiterhin konnte ich feststellen, dass in der Zeit, in der Bypass geöffnet war, sich die Drehzahl der Zuluft nahezu verdoppelt hat auf einen Wert von ca. 3200 Umdrehungen pro Minute.

Der Bypass-Modus ist eine Betriebsweise im Sommer bzw. bei aufgeheiztem Haus, bei dem ähnlich zum nächtlichen Fenster-Öffnen die kühle Nachtluft in das Haus geleitet werden kann, ohne die Wärme der Abluft aufzunehmen. Diese Funktion war uns von Anfang an wichtig,  weswegen wir uns letztlich für eine Lüftungsanlage der Marke Helios entschieden haben.

(5) Verhalten der Installationsfirma Gangluff (14.10.2017)
Obwohl das Problem doch schon identifiziert war, ist es noch nicht behoben und uns werden weiterhin Vorschläge gemacht, die das eigentliche Problem igonorieren: Filterwechsel, zusätzliche Einbauschalldämpfer, Runterregeln der Anlage auf einen eingeschränkten Betrieb, alles Dinge, die bereits vor Monaten erfolglos ausprobiert wurden. Wir ärgern uns über diesen Umgang mit Kunden. Mittlerweile hat Gemünden aber bewirkt, dass am 24.10. ein Termin stattfindet, bei dem das Problem gelöst werden soll, notfalls durch Austausch des Lüftungsgeräts.

 

Eingestellt von jx7
Mittwoch, 6 September, 2017 - 13:25

Leider haben wir am gepflasterten Bereich vor dem Schuppen bei starkem Regen immer Pfützenbildung, weil hier eine Abflussrinne vergessen wurde. Immerhin läuft das Waser nicht in den Schupen rein, aber schön ist die Pfützenbildung trotzdem nicht.

Eingestellt von jx7
Mittwoch, 6 September, 2017 - 13:16

Im Praxisgebrauch ist uns ein negativer Punkt an unserer Bangkirai-Terrase aufgefallen. Unsere Bangkirai-Dielen auf der Terrasse haben zu große Abstände von 12-13 mm, womit wir unzufrieden sind, weil sehr leicht kleinere Gegenstände in die Ritzen fallen können.  Verlegt wurde die Terrasse von Holzbau Ammann aus 55262 Heidesheim. In ihrer eigenen "Verlegeanleitung Terrassendielen" empfehlen sie einen Abstand von 6 mm (andere Fachleute empfehlen sogar nur 3-5 mm).

Eingestellt von jx7
Freitag, 18 August, 2017 - 01:00

14 Monate nach Hausübergabe und Einzug laufen immer noch Rest- und Nacharbeiten, die von Gemünden Bau zu erledigen sind.

Folgende Punkte, die bei der Endabnahme am 21.04.2017 von unserem Baugutachter Herr Badusche angemahnt wurden, stehen noch aus:

  • Ein Rolladenstopper fehlt an einem bodentiefen Fenster im Erdgeschoss. Momentan steht der Rolladen auf den Kieseln des Spritzschutzes auf.
    => Der Stopper soll montiert werden.
  • Der Anstrich am Sockel der der Mülltoneneinhausung ist fleckig, weil das Blech auf der Oberkante nicht direkt nach dem Anstrich montiert wurde und Regenwasser auf die frisch gestrichene Farbe runterlief.
    => Obwohl der Mangel nicht so gravierend ist, hat Gemünden versprochen, dass die Stellen neu gestrichen gestrichen werden sollen.
  • Die Lautstärke der Lüftung ist immer noch sehr laut, in zwei Räumen über der DIN-Norm.

Hier die Liste der Arbeiten, die erst nach Einzug fertiggestellt wurden:

Im Haus

  • August:
    • Fehlende Bodenleisten
    • Endmontage Treppengeländer
    • Montage Sonderinnentüren (2 Schiebetüren und eine Glastür)
    • Fehlerbehebung Heizung
    • Eine Steckdose war defekt. Die Sicherung flog immer raus, wenn man einen Stromverbraucher anschloss.
    • Ein Waschbecken hat geleckt.
  • September
    • Spalte unter Zargen verschließen
    • Einmessung & Einweisung Lüftung
    • Reparatur des nicht ganz schließenden Fensters im Bad
    • Fehlerbehebung Heizung
  • Oktober
    • Anstrich der Fliesenkanten
    • Malerausbesserungen
    • Fehlerbehebung Heizung
  • November
    • Montage einer L-förmigen Edelstahlkante als Abschlussleiste am Fliesenboden im EG-Flur zum Treppenauge, die verhindern soll, dass Putzwasser ins Treppenauge runterläuft.
    • Reparatur des klemmenden Fenstergriffs im Kinderzimmer
    • Fehlerbehebung Heizung
  • Januar
    • Reparatur der Heizung (Korrektur der Einstellungen, Austausch von Teilen)
    • Korrektur des Lichtschalters für die Außenbeleuchtung ("An" und "Aus" war vertauscht, die Kontrolleuchte brannte, wenn die Lampe aus war)
    • Neueinstellung der Bewegungsmelder (Der Radius des Bewegungsmelders war zu groß, er reagierte, wenn auf der Straße Autos vorbeifuhren.)
    • Abdeckgitter für den Lichtschacht vor dem Schuppen 
  • Februar
    • Austausch des defekten Handtuchheizkörpers
  • März
    • Bei der Halterung der Glastür vom Flur zum Wohnzimmer hatte sich eine Schraube gelockert, die Tür schloss nicht mehr, ohne an der Zarge anzuschrammen. Das Problem konnte gelöst werden.
    • Austausch Schuppenschloss: Die von Hörmann mitgelieferten Buntbartschlösser sind laut Meinung des zuständigen Handwerkers ungeeignet. Er selbst brauchte mehrere Minuten und unzählige Versuche, bis er das Schloss schließen konnte. Eigentlich gehören hier Zylinderschlösser hin. Die Schlösser wurden ausgetauscht.

Außenanlagen

  • August:
    • Einfahrten pflastern
    • Bangkirai-Terrasse
    • Eingangstreppe
    • Mülltonneneinhausung
  • Oktober
    • An manchen Stellen des Spritzschutzes fehlten noch ein paar Basaltkiesel
    • Abschlussblech an Oberkante der Mülleinhausung
    • Lichthof Kellerfenster zur Straße hin
    • Anstrich (Haus, Eingangsüberdachung, Mülleinhausung)
  • November
    • Anschluss von Noppenmatte zu Sockelputz bzw. Spritzschutz
    • Austausch der gerissenen Planke an der Bangkirai-Terrasse
    • Entfernung von Farbflecken an der Terrassentür
  • Dezember
    • Fallrohr Schuppen
    • Steckdose für Zisternenpumpe an Mülleinhausung anbringen
    • Bewegungsmelder Schuppen
  • Mai
    • Loch in Fassade zwischen der Unterkante des Treppenhauslichtbands und der Oberkante des Schuppendachs
      => Das Loch wurde mit einem "Abweiser" geschlossen werden.
    • An einem Lichtschacht fehlte die Diebstahlsicherung, außerdem war der Lichtschacht sehr verdreckt
      => Die Diebstahlsicherung wurde montiert werden und der Lichtschacht dabei nochmal gereinigt .

 

 

Eingestellt von jx7
Mittwoch, 3 Mai, 2017 - 13:54

Wir sind sehr froh, dass wir eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) eingeplant haben. Neben den Vorteilen, dass man keine Angst vor Schimmel mehr zu haben braucht und das ständige Lüften-Müssen entfällt, ist die Luftqualität auch echt toll. Als wir die Lüftungsanlage mal aus technischen Gründen 2 Tage aus hatten, merkte man erst, wie schnell die Luft schlecht wird.

Nun noch einige Anmerkungen zur Einstellung einer KWL.

Die Lüftung erfüllt zwei Aufgaben:

(1) Frischluftversorgung

Verbrauchte CO2-reiche Luft wird ersetzt durch frische CO2-arme Luft. Wenn ein CO₂-Wert von 0,1% (bzw. 1000 ppm) in der Raumluft erreicht ist, gilt die Raumluft als „verbraucht“. Diese Grenze wird als Pettenkofer-Wert bezeichnet. Seine Einhaltung ist das grundsätzliche Gebot der Raumlufthygiene. Laut Umweltbundesamt wird davon ausgegangen, dass dieser Wert bei einem Luftstrom von 36 m^3/h Frischluft pro Person eingehalten werden kann. (Der CO2-Gehalt allein macht die Luftverderbnis nicht aus, man benutzt ihn lediglich als Maßstab, wonach auch auf einen größeren oder geringeren Gehalt an anderen Stoffen geschlossen werden kann, welche sich zur Menge der ausgeschiedenen Kohlensäure proportional verhalten.)

(2) Feuchteregulierung

In einem 4-Personen-Hausalt können an einem Tag ca. 10 bis 15 Liter Wasser in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgegeben werden. (bosy-online.de) Um Schimmel zu vermeiden, sollte die feuchte Luft durch trockene Frischluft ersetzt werden, um z.B. Schimmelschäden zu vermeiden. Entscheidend für Schimmelbildung ist nicht nur die relative Luftfeuchtigkeit, sondern auch der Temperaturunterschied zwischen Luft und Zimmerwand. Im ungedämmten Altbau ist die Wand oft 5 Grad kühler als die Raumluft und es besteht ab 60 % Luftfeuchtigkeit Schimmelgefahr, im Neubau ist der Temperaturunterschied oft nur ein Grad und es besteht erst ab 75 % Schimmelgefahr. (Schimmelrechner)

Zu viel Entfeuchtung ist aber auch nicht gut, zu trockene Luft verursacht eine erhöhte Gefahr für Infektionen der Atemwege, Augen- und Hautprobleme. Empfehlungen fordern als Untergrenze Werte zwischen 30-40 %.

Ideal ist also ein Bereich von 40-60 % relativer Luftfeuchtigkeit.

Im Winter ist die zur Entfeuchtung nötige Luftmenge relativ klein, da die kalte Außenluft kaum Feuchtigkeit enthält. Es besteht eher die Gefahr, dass durch zu viel Lüften die Luftfeuchtigkeit zu gering wird.

Ein kleines Rechenbeispiel dazu: 23 Grad warme Luft kann 5 x so viel Feuchtigkeit aufnehmen wie -3 Grad kalte Luft. Erwärmt man -3 Grad kalte Luft mit 80 % relativer Luftfeuchtigkeit auf 23 Grad, liegt die relative Luftfeuchtigkeit nur noch bei 15 %.

Wir hatten bei schlecht bzw. zu hoch eingestellter Lüftung im Winter teilweise sehr trockene Luft (bis runter auf 25 % Luftfeuchtigkeit). Abhilfe sollen nun zwei Maßnahmen schaffen: Erstens, die Lüftung auf kleinere Stufen programmieren, und zweitens ein Luftbefeuchtungsgerät (Philips HU4813/10).

Daraufhin haben wir uns vom Installateur die PINs für die KWL geben lassen, sodass wir jetzt selbst nachregeln können.

Zur Einstellung einer KWL finden sich verschiedene Ansätze. Gut beschrieben ist das auf raumluft.org.

Für unser Haus konnten wir folgendes Diagramm von komfortlueftung.at ausfüllen.

Da wir im Winter eher Probleme haben mit zu wenig Luftfeuchtigkeit, interessiert uns im Winter nur das letzte Kriterium, dass abhängig von der Personenzahl das CO2-Kriterium für Luftqualität (Pettenkofer-Wert, siehe oben) garantieren soll.

Wir haben uns daher jetzt  folgende Strategie überlegt:

Stufe 1 der Lüftung wird möglichst klein eingestellt, sodass die Luftqualität noch gewährleistet ist. (Als Startwert mögen die 144 m^3/h dienen.) Leider haben wir kein CO2-Messgerät, aber als Gradmesser mag dienen, dass morgens die Luft im Schlafzimmer noch akzeptabel ist. Wir haben dadurch nachts den geringstmöglichen Geräuschpegel. Im Winter läuft die KWL dann durchgehend (auch tagsüber) auf Stufe 1, sodass wir einen möglichst geringen Abfall der Luftfeuchtigkeit haben.

In der Übergangszeit und im Sommer, wenn aufgrund steigender Luftfeuchtigkeit im Haus mehr gelüftet werden muss, wird Stufe 1 nur noch nachts verwendet, tagsüber dann Stufe 2. Dabei wird Stufe 2 so eingestellt, dass die Luftfeuchtigkeit im Wohlfühlbereich 40-50 % gehalten wird.

Stufe 3 und 4 werden kurzzeitig aktiviert, wenn gekocht oder geduscht wird oder sich viele Leute gleichzeitig im Haus aufhalten (Partybetrieb).

Mal sehen, ob die Regelung so gelingt.

Weitere Infos zur Planung unseres Heizungs- und Lüftungskonzepts finden sich hier.

Eingestellt von jx7