Bemusterung - oft umständlich, langwierig und nervig (Stand 14.09.2016)

Dienstag, 22 März, 2016 - 08:53

Bemusterung - oft umständlich, langwierig und nervig (Stand 14.09.2016)

So langsam geht es in die heiße Phase der Bemusterung, eigentlich eine Sache, die uns Spaß macht, aber der umständliche und langwierige Bemusterungsprozess bei Gemünden vermiest uns momentan doch öfter mal die Sache.

Während man bei Fertighäusern oft alles an zwei Tagen in einem Bemusterungszentrum bemustert und beim Aussuchen schon die Aufpreise genannt bekommt, läuft es bei Gemünden etwas anders. Erstens, die Bemusterung ist verteilt auf mehrere Termine, bei denen jeweils ein Gewerk bemustert wurde, was fürs Aussuchen angenehmer ist. Zweitens, und jetzt kommt der nervige Punkt, die Aufpreise waren beim Aussuchen meistens unklar, genannt werden konnte oft nur ein Preisunterschied in der unverbindlichen Preisempfehlung bzw. im Listenpreis des Materials, manchmal musste man auswählen, was man angeboten bekommt ohne jede Preisinformation. Wenn man dann augesucht hatte, wurde der Handwerksbetrieb kontaktiert, damit der ein Angebot für die gewünschten Optionen schreibt. Dieser gibt das beim Generalunternehmer ab, der dann 15 % draufschlägt und das Angebot an uns weiter schickt. (10-15 % Generalunternehmer-Aufschlag sind üblich, immerhin hat der Generalunternehmer die nicht ganz einfache Aufgabe der Koordination.)

Das kann mitunter Wochen dauern, bis dieser Prozess durchlaufen ist. Im Falle der Haustür hat es fünf Wochen gedauert, bis ein Angebot kam, das dann so unklar war, dass wir uns nach sieben Wochen immer noch nicht einig waren und die Haustür dann komplett aus dem Angebot genommen haben, weil uns mittlerweile ein anderes, besseres Angebot vorlag. Im Falle der Sanitärausstattung warteten wir zehn Wochen auf ein Angebot, bei der Gartenbegradigung elf Wochen.

Das Angebot kann man dann annehmen oder nicht oder eben ein neues Angebot anfordern, wenn man merkt, dass man aufgrund der Preise doch anders auswählen möchte. Immerhin muss man Gemünden zugute halten, dass es möglich ist, einzelne Posten wie Wohnzimmerparkett oder Haustür wieder rauszunehmen, wenn man das Gefühl hat, woanders selbst wesentlich günstigere Preise zu bekommen.

Folgende Dinge haben wir mittlerweile bemustert.

1. Termin 16.11. und nachfolgend

- Holz an den Dachüberständen: weiß gestrichen

- Regenrinne: verzinkt

- Farbe Fenstergriffe:  Edelstahl (nicht weiß)

2. Termin 03.02. und nachfolgend

- Dachziegelfarbe: Schiefergrau statt Anthrazitgrau (anhand eines Katalogbildes) Creaton Maxima "Nuance" anthrazit engobiert

- Haustür: 

Mit der Haustürbemusterung waren wir bei Gemünden nicht zufrieden, siehe hier. Daher haben wir die Haustür selbst extern bestellt. So sieht sie aus, unsere Haustür, eine Groke-Aluminium-Haustür mit entrasys-Fingerscanner, bestellt und montiert von Fensterbau Kutzschbach aus Mainz:

- Badausstattung:

Die Bemusterung erfolgte bei Köbig in Mainz. Eine 3D-Badplanung gab es nicht, man suchte sich in der Ausstellung die Komponenten zusammen.

Keramag Renova Plan Nr. 1 Badkeramik und Hansgrohe Talis S Armaturen sind Standard

Die Armaturen haben wir geändert auf fast preisgleiche "Diana Plus 3" (ebenfalls möglich gewesen wären "Hansgrohe Focus" und "Herzbach Cool").

Außerdem haben wir ein Doppelwaschbecken bestellt (den Waschtischunterschrank haben wir später über das WWW bestellt, war viel günstiger als über die Baufirma).

- Parkett:

Standard ist Bauwerk Monopark Kurzstab Eiche matt

Wir wollen das nehmen, lediglich für das Wohnzimmer denken wir über eine Industrieparkettoptik nach. Ein entsprechendes, laut WWW preisgleiches Parkett, was wir für das Wohnzimmer gerne hätten, wurde uns für 58 €/qm Aufpreis (!!!) angeboten. Wir überlegen jetzt, das Parkett für das Wohnzimmer aus dem Angebot rauszunehmen und selbst zu beauftragen. Gemünden schreibt uns 50 €/qm gut, wenn wir das Parkett rausnehmen. Das Industrieparkett (Esche), das wir ausgesucht haben, kostet 35 €/qm plus Verlegung (48 €/qm inkl. Abschleifen und Ölen).

- Drückergarnituren für die Innentüren:

Standard ist Hoppe Amsterdam, das gefällt uns auch.  (Ausführung: Rosettengarnitur / Material: Edelstahl / Farbe: F69 Edelstahl matt)

- Fliesen und Innenfensterbänke

Die Bemusterung erfolgte bei Fliesen Fehres in Ingelheim. Aus einer sehr großen Auswahl von Fliesen suchten wir unter netter Beratung folgende Kombination aus:

Bodenfliesen: cersanit Tanami schiefergrau 30 cm x 60 cm (ohne Aufpreis)

Die Bodenfliesen, die wir ausgewählt haben, sind allerdings nur oberflächlich eingefärbt, man sollte daher unbedingt Abschlussprofile verwenden, damit man nicht auf die unschönen Kanten der Fliesen schaut. Bei uns wurden die Fliesen in den Ablagebereichen im Bad leider ohne Abschlussprofile verlegt (siehe: http://www.bautagebuch-liste.de/blog/jx7/2016/09/sichtbare-fliesenkanten)

Wandfliesen: 

Steuler Varia uni weiß matt strukturiert 30 cm x 60 cm (ohne Aufpreis)

 

Innenfensterbänke: Hier gab es nur zwei zur Auswahl, wir wählten die Variante in Juragelb.

Treppengeländer: Wir hätten ja gerne ein geschlossenes Geländer gehabt, ähnlich wie in folgendem Foto,


aber das ging leider nicht mehr, das hätte man von Anfang an einplanen müssen. Nun bekommen wir Geländer mit Glaselementen, gehalten von einem Stahlrahmen, und einen Holzhandlauf aus Eiche.

Schiebetür Küche-Wohnzimmer:
Licht & Harmonie, Motiv Atos, ESG 8mm, einseitiger Softeinzug, Griffstange Edelstahl

Glastür plus feststehendes Glaselement zwischen Flur & Wohnzimmer: wieder Motiv Atos, hier aber Flächen klar, Streifen matt

Schiebetür Ankleide
Alu Style in-out system, mittlerer Streifen in Grün statt Blumenmuster

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