Planungsgespräch

Donnerstag, 6 September, 2018 - 08:49

Planungsgespräch

Nachdem wir bereits Ende März den Kaufvertrag* unterschrieben hatten, hat sich das Planungsgespräch für Ende August doch relativ lange hingeschoben. Man muss dazu sagen, dass wir dort selber auch keinen starken Druck ausgeübt haben, weil wir unser Grundstück mit allem drum und dran auch erst im Juni in Sack und Tüten hatten. Für die Versicherungsunterlagen haben wir uns ebenfalls etwas Zeit gelassen um nochmal zu schauen, ob das von HvH zugeschickte Angebot für das Versicherungspaket von der LVM auch etwas taugt. Wir sind an dieser Stelle zu dem Schluss gekommen, dass das Versicherungsangebot wirklich gut ist und unserer Meinung nach auch alles abdeckt was man so braucht.
Dann also endlich das Planungsgespräch nachdem wir nochmal viele viele Tage Zeit hatten unseren Grundriss zu optimieren und nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Wir haben uns sehr viele Gedanken gemacht und viele Meinungen eingeholt zu dem Thema Klinker. Daraus hat sich bei uns die Entscheidung zu Gunsten der Verklinkerung ergeben. Im Planungsgespräch hat sich dann bestätigt, was wir auch schon von unserem Bauberater bei HvH wussten, die Vollverklinkerung unseres Hauses ist nicht möglich, da die Frontseite des Hauses mit den vielen Fenstern* und kleinen Wandflächen eine Verklinkerung nicht zulässt. Daraufhin haben wir uns dann für eine Teilverklinkerung entschieden, also drei Seiten des Hauses Klinker und eine Seite putz*. Besser wäre es für uns gewesen diese Information vorab dem Architekten zukommen zu lassen. Im Planungsgespräch hat uns diese Aktion einiges an Zeit gekostet und das anschließende Bemusterungsgespräch um eine Stunde nach hinten geschoben. Grundsätzlich kann man sagen, wenn sich Änderungen am Grundriss und generell an der Planung abzeichnen, ist es ratsam den Architekten vorab zu informieren. Unsere komplette Umgestaltung der Raumanordnung konnte er so unter Berücksichtigung der Machbarkeit einplanen. Dabei ist uns im Nachhinein (Tage nach dem Planungsgespräch) leider aufgefallen, dass eine von uns als groß eingezeichnete tür* in der Version des Architekten eine kleine tür* war. Diese nachträgliche Änderung wird dann normalerweise zusätzlich mit einer Gebühr von 250€ belegt, also nochmal genau bei allen Maßen hinschauen! Bei uns konnte das dann allerdings intern geklärt werden, sodass die 250€ nicht bezahlt werden mussten. Ein wichtiger Punkt des Planungsgespräches ist die Positionierung auf dem Grundstück. Wenn man ganz neutral an die Sache herangeht, dann ist erstmal der Gedanke, so nah an die Straße wie möglich, damit möglichst viel vom Garten bleibt. Da gibt es aber ein paar Dinge die man berücksichtigen muss. Braucht man weitere Stellplätze auf dem Grundstück neben den beiden eigenen? Wir wohnen an einer sehr kleinen gepflasterten Nebenstraße als Sackgasse. Am Ende der Straße sind zwar 4 Stellplätze vorhanden, aber das sind auch die einzigen der gesamten Straße. Wir haben uns für weitere Stellplätze vor der Garage und dem Carport entschieden, was bedeutet: 5,25 m Abstand zur Straße für die Garage und den Carport. Für das Haus bedeutet das dann ca. 6 m zur Straße, da wir die Garage leicht vorziehen werden. Die nächste nicht ganz einfache Frage ist der Abstand der Garage vom Nachbarn. Wir hätten gerne die Baugenehmigung für die Garage gleich mit dem Haus zusammen abgegeben, konnten uns allerdings für keine zufriedenstellende Lösung einigen, weil der Architekt meinte, das Bauamt könnte dort die Einwilligung der Nachbarn fordern, die wir noch nie gesehen haben. Daher mussten wir diesen Punkt leider erstmal nach hinten verschieben und haben dafür die 1000€ gutgeschrieben bekommen, die für den Bauantrag der Garage angesetzt worden sind. Nachdem dann alle Abstände und Bemaßungen angepasst wurden, ging es weiter zur Planung der Innenräume, Anschlüsse Abwasser usw..

Wir hatten den Wunsch einen offenen Durchgang von 1,80m zwischen Schlafzimmer und Badezimmer zu bauen, der dann im Nachhinein von uns mit einer großen Schiebewand geöffnet oder geschlossen werden kann. Da das Schlafzimmer allerdings kein Feuchtraum ist, hat sich HvH da schwer getan uns das so zu bauen. Demnach haben wir uns dann auf eine große Schiebetür* geeinigt (1,01m).

(Der Grundriss im Bild ist von uns selbst gezeichnet und nur eine grobe Orientierung der Räume)

Abschließend zum Planungsgespräch gab es die Außenbemusterung. Für uns am zeitintensivsten gestaltete sich die Auswahl der Klinker. Obwohl die Auswahl in der Ausstellung bei HvH doch sehr umfangreich war, konnten wir für uns nicht den perfekten Klinker finden. Eine andere Möglichkeit gab es jedoch nach Aussage des Architekten nicht. Somit haben wir uns dann nach langem hin und her für einen Klinker entschieden der uns beiden sehr gut gefiel. Ein weiterer komplizierter Punkt war die Auswahl der Dachziegel, was aber hauptsächlich an der Einschränkung auf dem B-Plan lag. Bei uns waren leider nur Dachziegel die nicht reflektieren oder spiegeln vorgeschrieben. Wir haben uns einen ausgesucht mit der Bezeichnung „Futura Nuance Matt engobiert“. Dieser Dachziegel hat zwar die Bezeichnung „matt“, reflektiert aber trotzdem deutlich mehr als so manch anderer Dachziegel mit der Bezeichnung matt. Daher hat der Architekt uns empfohlen vorher die Bestätigung von Bauamt einzuholen, indem wir einen Muster Dachziegel davon zugeschickt bekommen. Das Bauamt hat dann auch bald (für ein Bauamt erstaunlich schnell) bestätigt, dass wir diesen Dachziegel nehmen dürfen. Sehr positiv war auch die Versorgung mit belegten Brötchen zum Mittag, die wir während des Gespräches essen konnten. Damit ging nicht noch mehr Zeit fürs Mittagessen drauf.

Mit einiger Verspätung sind wir dann ins Bemusterungsgespräch gegangen. Darin ging es dann unter anderem konkret um das Bad. Das bedeutet Toilette*, Waschbecken*, Dusche, Armaturen, Handtuchheizung und Fliesen* mussten ausgesucht werden. In der Ausstellung sind die Standardausstattungen, sowie einige besondere Ausstattungen mit mehr oder weniger Aufpreis ausgestellt. Leider war für uns die Auswahl nicht ausreichend und daher hat uns die Innenarchitektin vorgeschlagen, dass wir uns selbst ein Markenprodukt aussuchen und ihr mitteilen. Dann wird sie sich ein Angebot dafür einholen. Wir haben uns dann nach reichlicher Überlegung dazu entschieden, dass wir dann doch die meisten Ausstattungen als Standard aussuchen und später mit dem Sanitärinstallateur unsere Vorstellungen direkt umsetzen. Bei den Fliesen* konnten wir ebenfalls vor Ort keine Entscheidung fällen. Wer dort richtig Inspiration und Vielfalt haben möchte, der kann sich das direkt bei dem Zulieferer von HvH, in einer der Filialen von Keramundo anschauen und sich dort die Fliesen* dann aussuchen.
Wir waren der Meinung, dass HvH ihre Bemusterung eigentlich auch online stellen könnten, notfalls auch passwortgeschützt ausschließlich für die Kunden. Es sind sicher auch Kunden dabei die kaum Zeit für ihre Entscheidung brauchen, aber ich kann mir vorstellen, dass viele wie wir vor der Vielzahl an Produkten stehen und erstmal in sich gehen müssen um die Entscheidung vernünftig fällen zu können, dafür ist die Zeit sehr knapp bemessen. Auf der anderen Seite will man bei einem Anfahrtsweg von 4h auch ungern noch ein zweites Mal dort hinfahren.

Mit der Gesamtkostenaufstellung aus dem Planungsgespräch und dem Bemusterungsgespräch kann jetzt die Finanzierung geklärt werden.

Parallel gibt es für uns dann eigentlich nur noch eins zu erledigen und zwar den Vermessungsauftrag für den amtlichen Lageplan des Hauses. Das ist eine Sache die HvH nicht übernimmt. Mit den Zeichnungen des Architekten haben wir uns mehrere Angebote eingeholt, sind dann aber doch bei dem Vermesser geblieben, der dort auch schon die Vermessung der Flurstücke durchgeführt hat. Mit den amtlichen Lageplänen geht es dann wieder zu HvH, damit der Bauantrag/die Bauanzeige durchgeführt werden kann.

Danach heißt es erstmal warten…

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