Mein Weblog

Vorwort:

Hallo und herzlich willkommen auf unserem Baublog!

Danke für Euren Besuch smiley
Wir warten auf Fragen, Kommentare und Anregungen von Euch.

Wir stellen uns kurz vor.
Wir sind eine kleine Familie: Eltern, zwei Kinder und ein Hund.
Demnächst soll unser Haus entstehen.
Der Weg dahin war länger als wir dachten, aber das große Abenteuer Bauen steht jetzt unmittelbar bevor!

Natürlich will jeder seinen Platz haben, für sich und seine Familie. Ein Haus oder eine Wohnung soll gemütlich, aber nicht zu klein sein. Auch nicht zu groß, um die Kosten in den Grenzen zu halten.

Als wir uns entschieden haben zu bauen, haben wir im Internet nach Informationen gesucht.
Die Fachliteratur, aber auch Baublogs von Bauherren mit ihren guten und schlechten Erfahrungen waren für uns eine wichtige Informationsquelle.
Man will ja alles richtig machen yes
Im Blog möchten wir die Bauzeit unseres Hauses festhalten.

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/p/hezlich.html

Viel Spaß beim Lesen smiley

Letzte 5 Blogeinträge:

Freitag, 21 April, 2017 - 09:17

Endlich!!

nach einer langen Vorbereitungsarbeit mit Planung, Finanzierung und der mühsamen Baugenehmigung konnten wir bauen.

 

Wir Leben Haus, unsere Baufirma stellt keine Bodenplatten her, hat uns aber geholfen, einen Anbieter dafür zu finden.

 

Wir hatten großes Glück! smiley 

Da wir eine richtig solide Firma mit der Bodenplatte- und Erdarbeiten beauftragten. Alle Aufgaben wurden fristgemäß, ordentlich und vorbildlich ausgeführt. Es gab keine Beanstandungen seitens unserer Baufirma noch unseres Baubegleiters.

Wir empfehlen das Bauunternehmen gerne weiter  :)

 

 

 

Wie früher beschrieben, bauen wir ein Haus ohne Keller. Die Bodenplatte sollte eigentlich mit Schaumglasschotter gedämmt werden. Ich empfehle jedem das Schaumglas, weil es eine tragende, isolierende und kapillarbrechende Schicht gleichzeitig bildet. Es ist im Gegensatz zum Styropor unverrottbar, wird nicht von Tieren und Insekten gefressen oder als Nest genutzt.

Leider müssten wir laut Berechnungen, eine 90 cm dicke Schickt davon verbauen. Es war uns schlicht und einfach zu teuer :(

Um bessere Werte zu erzielen, haben wir die Stärke von Styropor von 2 x 14 cm auf 2 x 16 cm erhöht. Der Arbeitsaufwand blieb der gleiche, die Materialkosten haben sich um etwa 1.000 Euro verteuert.

Herr Bohnert hat für uns noch die Streifenfundamente für die Betongarage und ein Podest für die spätere Fahrradbox vorbereitet.

 

Hier sind die Fotos von der Baustelle:

made by Bohnert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mehr auf

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/

Eingestellt von wirbauenpassiv
Donnerstag, 20 April, 2017 - 14:34

Wie haben wir ein Bauunternehmen für ein Passivhaus gefunden?

 

Mein Mann tendierte zu einem Massivhaus.

Ich war offen, wollte einfach Angebote holen und mich überzeugen lassen.

Wir haben mehrere Firmen kontaktiert.

 

Es gab drei Sorten von Bauunternehmen:

1. Manche gaben schon am Telefon zu, dass sie keine Passivhäuser bauen.

Vielen Dank dafür! So erspart man sich viel Zeit und Mühe auf beiden Seiten.

Der Grund dafür ist denkbar einfach: es gibt wenige Bauherren, die auf ein Passivhausstandard bestehen. Dessen Planung und Ausführung erfordert mehr Sorgfalt. Die Bauteile wie Fenster oder Eingangstüren müssen sehr hochwertig sein, die Dämmschicht stärker. Dazu kommt eine hochwertige Lüftungsanlage. Solange die Nachfrage gering ist und die Vorschriften niedrigere Standards erlauben, müssen sich die Baufirmen mit dem Thema nicht auseinandersetzen.

 

2. Die Baufirmen, die ein Passivhaus versprechen, sich damit aber nicht auskennen.

Es mangelt am Wissen. Die Architekten und Bauingenieure lernen es nicht an der Hochschule, sondern erst später entweder in der Praxis oder am Passivhaus Institut in Darmstadt. Deshalb nur wenige Architekten oder Bauingenieure wissen, worauf es ankommt.

 

Aus Angst vor zu hohen Kosten haben wir uns gegen ein Architektenhaus entschieden.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir mehrere Anbieter finden werden, die eine Art rund-um-sorglos-Paket zum festen Preis anbieten. Zugegeben, es war naiv von mir.

Je mehr Gespräche wir geführt haben, desto schneller war klar, welche Bauunternehmen dem Standard nicht gewachsen sind. Nicht nur die Verkäufer, auch manche Architekten hatten einfach keine Ahnung.

Ihre Geschäfte laufen trotzdem gut. Die meisten Bauherren kennen sich damit nicht aus und bringen den Firmen/Leuten viel Vertrauen entgegen. Je detaillierter die Fragen, desto größer war die Verwunderung und das Unverständnis bei den Anbietern.

 

So konnten wir aber entscheiden, mit wem wir definitiv nicht bauen wollen.

Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie einfach nach bereits zertifizierten Passivhäuser, die der Anbieter als Referenz zeigen könnte.

 

3. Es blieben nur ein paar gute Baufirmen übrig. Natürlich haben wir auch die Preise verglichen.

Ausschlaggebend waren aber die Bedingungen:

- hat die Baufirma Erfahrung mit Passivhäusern?

- wie gut schneiden ihre Häuser bei dem Blower Door Test ab?

- wir wollten zwei Vollgeschosse und ein Walmdach (wegen der PV Anlage)

- wie ist der Wandaufbau und der U Wert der Wand?

- wie wird die Bodenplatte gedämmt? wird die Bodenplatte von der Baufirma ausgeführt?

- die Dach- oder Deckendämmung, welche U Werte werden erreicht?

- die Uf Werte der Fensterrahmen? (bitte nicht mit den Uw oder Ug Werten verwechseln!)

- der Ud Wert der Haustür

- Fußbodenheizung, die Luftwärmepumpe von Alpha Innotec

- Lüftungsanlage von Paul mit einem Vorheizregister und Telefonieschalldämpfer

- Abwasserrohr von Wagner Solar

- flexible Planung

- das Haus wird zertifiziert

- kurze Bauzeit

 

Da die Planung sowieso lange dauert, sollte die Bauzeit so kurz sein wie möglich. Je länger die Bauphase, desto größer ist die finanzielle Doppelbelastung durch die Miete und den Kredit.

Aus Zeitgründen haben wir uns auf ein Fertighaus geeinigt.

Wir bedankten uns für die attraktiven Angebote von Deura und IMC, die Massivhäuser errichten.

 

Wir wählten zwischen den Angeboten von Streif, Elk und Wir Leben Haus.

 

Für Wir Leben Haus sprach:

- Erfahrung mit zertifizierten Passivhäusern

- ein kleines Unternehmen, mit wenigen Ansprechspartnern

- massive Holzwand, damit hat das Haus mehr Speicherkapazität als ein Holzständerhaus

- auch Innenwände können aus Vollholz bestehen, dann gibt es keine Probleme mit schweren Wandschränken

- zufälligerweise hatte die Firma ausgerechnet die Wärmepumpe von Alpha Innotec sowie Lüftungsanlage von Paul im Programm

- flexible Planung.

- obwohl die Firma noch nie ein Abwasserrohr von Wagner Solar verbaut hat, wurde es auf unseren Wunsch berücksichtigt

- lange Referenzliste. ich habe zwei ehemaligen Kunden aus der Liste angerufen, die die Firma Wir Leben Haus sehr gelobt und ausdrücklich empfohlen haben.

- übersichtliche Kostenplanung

- unsere zahlreichen Änderungsvorschläge wurden geduldig aufgenommen

 

Ob wir am Ende mit der Baufirma zufrieden sind, werden wir noch berichten.

Das Haus kommt ja bald!

 

mehr unter:

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/

Eingestellt von wirbauenpassiv
Mittwoch, 12 April, 2017 - 11:23

Hallo zusammen,

Ich habe mich lange nicht gemeldet. Haben wir aufgegeben? Nein!
Es ist wirklich viel passiert in den letzten Monaten. Wir haben schon vieles hinter uns.
Darüber schreibe ich im nächsten Post.

Hier und jetzt gibt es ein paar Tipps für die Leute, die erst planen zu bauen und nicht wissen, was auf sie zukommt. Was mache ich zuerst, was kommt danach?
Ein gewisses Fahrplan für Anfänger.

1.
Es fängt, wie so oft, mit dem Geld an. Jede Investition muss finanziert werden.
Wie viel Kapital haben Sie bereits: Ersparnisse, Bausparvertrag, eine Eigentumswohnung oder ein Baugrundstück, in manchen Fällen - die finanzielle oder tatkräftige Unterstützung der Familie?
Und wie viel Geld könnten/müssten Sie sich von der Bank leihen?
 Insgesamt: wie teuer darf das Haus werden?

Es gibt dafür online Rechner, die grob eine Kredithöhe berechnen.

Ich gehe davon aus, dass Sie die volle Summe nicht haben und Ihr Bauvorhaben zumindest teilweise fremdfinanzieren müssen, dann:

Am einfachsten ist es festzustellen: wie hoch darf die monatliche Ratenhöhe sein?
Dazu rechnet man die heutige Belastung, also Ihre Mietkosten + die Nebenkosten, die später wegfallen werden. z.B. die Gaskosten wenn das Haus mit einer Wärmepumpe beheizt wird.
Die Nebenkosten fallen in einem Haus normalerweise höher aus als in einer Wohnung. Es liegt daran, dass unsere Wohnung teilweise von den Nachbarn mit beheizt wird und geringere Fläche hat. Eine Wohnung wird nur von innen beleuchtet. Das Haus und sein Garten haben auch Außenbeleuchtung.
Je größer der Garten desto mehr Wasser wird verbraucht.

Um solche Kosten im Rahmen zu halten, muss man in einen höheren energetischen Standard investieren, kauft nur noch LED Beleuchtung, installiert eine Photovoltaikanlage, sammelt Regenwasser (im kleinen Garten ist eine einfache Regentonne ausreichend).Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie noch zusätzlich Notar- und Steuergebühren zu bezahlen haben, auch eine Zeit lang die doppelte Belastung aus Miete und Kreditraten tragen.

Mit Blick auf die Nebenkosten, die ein Haus verursacht, wie hoch darf die monatliche Kreditrate sein? Können Sie die Kreditrate auch dann bedienen, wenn etwa die Hälfte, die Frau beisteuert und Kinder geplant sind?

Wie lange werden Sie den Kredit bedienen, hängt von der Tilgungsrate und Ihrem Alter ab. Der Kredit sollte bis zur Rente abbezahlt werden. Die Ausnahme: ein Haus in München.

Es lohnt sich einen Finanzberater zu treffen, der Ihnen eine erste grobe Schätzung gibt, ob Sie sich ein Bauvorhaben überhaupt leisten können. Er wird Sie nach Ihren Einkünften, aktuellen Krediten und Belastungen fragen. Dann berechnet er die mögliche monatliche Rate. Aus der Ratenhöhe, dem Zinssatz, der Tilgung und Ihrem Alter ergibt sich in etwa die maximale Höhe des Kredits. Natürlich kann man das Angebot ein wenig verbessern indem man die KfW Bank und regionale Finanzierungsprogramme mit einbezieht. Doch sollten die Kredithöhe und Ihre Ersparnisse viel geringer ausfallen als die Baukosten, müssen Sie den Traum aufs Eis legen. Die letzte Rettung wäre noch z.B. wenn eine Familie mit mindestens drei Kinder durch ihre Gemeinde finanziell unterstützt wird, viel Arbeit in Eigenleistung übernommen wird oder wenn Sie bereit sind ein Teil des Hauses zu vermieten um Ihre Finanzierung zu verbessern.

2.
Sie haben ein grünes Licht vom Finanzberater bekommen und wissen wie teuer das Haus sein darf.
Was kommt als nächstes?
Sie brauchen jetzt ein Grundstück.
Warum das?
Es macht oft keinen Sinn ein Haus zu planen, wenn das Grundstück fehlt. Sie müssen wissen, wo die Straße ist um die Einfahrt oder Ihre Garage zu planen. In welche Richtung kommt der Garten und die Terrassentür?
Suchen Sie nach Neubaugebieten in den Gemeinden, wo Sie wohnen möchten. Sie können auch durch die Gegend fahren und einfach nach den Eigentümer fragen. Gute Baugrundstücke in den gefragten Ballungsräumen werden selten im Internet angeboten.

Wenn Sie ein Passivhaus haben möchten, ist die Wahl des Grundstücks oft entscheidend.
Überhaupt wenn Sie ein Passivhaus planen, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt einen zertifizierten Passivhausplaner zu kontaktieren. Er kann Sie bei der Auswahl des Grundstücks unterstützen.
Hier finden Sie Ihren Fachplaner:
http://www.passivhausplaner.eu/mitgliederdatenbank.php

Das Haus darf im Süden nicht vom (auch zukünftigen) Nachbarhaus verschattet werden.
Schließlich gibt der Bebauungsplan von dem Gebiet ein paar Angaben vor, die einzuhalten sind: die Höhe des Hauses, wie viel Fläche darf bebaut werden, der Abstand zur Grenze, die Dachform, manchmal auch die Dach- und Wandfarbe, Denkmalschutz oder ähnliches.

Der Bauherr darf einen Antrag auf Befreiung/Abweichung/Ausnahme von den Festsetzungen stellen, muss aber auch mit einer Ablehnung rechnen.

In Neubaugebieten, da wo mehrere Grundstücke zur Auswahl stehen, bitte die Nord - Süd Richtung beachten!
Die Nordrichtung ist mit einem Pfeil markiert oder der Norden ist einfach "oben" auf dem Plan. Im Norden soll das Haus möglichst verschlossen bleiben. Dafür mit vielen Verglasungen öffnet sich Ihr Heim Richtung Süden. Das garantiert solare Gewinne und viel natürliches Licht. Damit wirken die Räume heller, größer und angenehmer. Natürlich muss man eine Verschattung für den Hochsommer einplanen, dazu später mehr.
Achten Sie darauf, dass Sie später durch Ihre großen Fenster nicht den Ausblick auf die Nachbargarage genießen dürfen. Der beste Platz für Ihre Garage ist nördlich vom Haus. Dort werden Sie kaum Fenster haben. Gleichzeitig schützt die Garage das Haus vor dem Nordwind (je nachdem wie windig der Bauplatz ist).

Sie haben das perfekte Grundstück gefunden.
Sie haben geprüft, ob das Grundstück im Grundbuch durch Hypotheken oder Nießbrauch belastet ist.
Kann man es kaufen oder nur pachten? Sie haben den Bebauungsplan gelesen und sich das Grundstück und seine Umgebung genau angeschaut. Sind Nachbarn, Bäume, Immobilien, Straßenanschluss, Höhenunterschiede oder Medien (Wasser, Strom, Gas, Internet, Telefon) vorhanden? Gibt es bereits ein Bodengutachten? Fahren Sie hin, wenn es lange geregnet hat. Steht das Wasser auf dem Grundstück?
Wenn alles geklärt ist, sollten Sie das Grundstück reservieren. Häufig wird für die Reservierung eine Gebühr fällig.

mehr auf:

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/

Eingestellt von wirbauenpassiv
Mittwoch, 31 August, 2016 - 17:39

Das Passivhausstandard

 

Es ist schon erstaunlich wie wenig der Passivhausstandard in Hessen nach 25 Jahren (!) verbreitet ist. Das Passivhaus Institut in Darmstadt ist gleich um die Ecke.

Die Idee finde ich gut. Die Häuser wurden in Langzeitstudien sehr ausführlich getestet. Mit einem sehr guten Ergebnis! Trotzdem kann sich das Passivhaus nur mit größer Mühe durchsetzen. Warum ist das so?

 

Ich glaube, das Institut hat eine schlechte PR.

Z.B. wenn die Amerikaner sich etwas tolles ausdenken, wissen sie ganz genau, wie man das Produkt unter die Menschen bringt.

Die Stadt New York fördert mittlerweile Passivhäuser. Es sollen Hochhäuser in dem Standard entstehen.

Auf der letzten Passivhausmesse gab es viele Gäste aus China. Es ist wieder eine gute deutsche Technologie, die in Asien Abnehmer findet.

Die Stadt Brüssel organisiert jedes Jahr eine Passivhausmesse. Der Eintritt ist frei. An einem Wochenende gibt es den ganzen Tag Vorträge für die potenziellen Bauherren. Das Interesse ist größer als in Darmstadt.

 

Ein Passivhaus ist ein tolles Produkt.

 

1. Es verbraucht bis zu 10 mal weniger Heizenergie als die Althäuser. Es ist wie ein Tausch der alten Glühbirne gegen die neue LED Lampe. Gut, es kostet etwas mehr und sieht etwas anders aus. Es spart aber viel Energie, ohne auf das Komfort zu verzichten.

 

2. Eine Lüftungsanlage mit Filter und Wärmerückgewinnung ist ein Segen für Allergiker. Sie muss natürlich gut geplant sein, sonst gibt es trockene Luft und Luftgeräusche. Trotzdem darf man die Fenster öffnen!! Viele Bewohner sehen aber keinen Grund dazu. Es gibt immer frische Luft zu Hause. Keine druckende Feuchte, keine Kopfschmerzen, kein Staub von draußen, keine Mücken oder Lärm.

 

3. Was mich persönlich noch mehr überzeugt, ist die Tatsache, dass die Passivhäuser viel langsamer altern. Die Bausubstanz hält viel länger durch ohne größere Bauschäden.

warum ist das so?

Die meisten Bauschäden entstehen durchs Wasser, und zwar in jedem Aggregatzustand. Druckendes Wasser kommt von unten in den Keller, Dampf in der Decke, kondensiertes Wasser am Baumaterial in den Ecken. Das Schimmel und andere Bauschäden resultieren daraus.

 

Ein Passivhaus wird gut geplant und sorgfältig ausgeführt. Es ist luftdicht, damit das Wasser nicht kondensieren kann. Die Lüftungsanlage saugt die überschüssige Feuchte ab. Die Bausubstanz bleibt viel länger trocken. Die trockene Isolationsschicht kann ihre Aufgabe erfüllen. Die Instandhaltungskosten sind somit viel geringer.

 

Jedes Haus kostet viel Geld. Manche kosten noch mehr. Das Geld muss gut angelegt sein.

Das große Drama ist nicht dann, wenn das Bauen 20.000 Euro mehr kostet, sondern dann, wenn es Mängel gibt und das neue Haus muss zu wesentlich höheren Kosten renoviert werden.

Wenn man die Fehler in der Planung, auf der Baustelle nicht mehr beseitigen kann.

Ein Passivhaus wird von drei Leuten geplant: dem Architekten, Planer und Zertifizierer.

 

Heißt das, gibt es keine Fehler auf der Passivhausbaustelle? Natürlich nicht. Ein Risiko tritt sogar nur bei Passivhäuser auf. Wenn die kleine Heizungsanlage exakt auf ein Passivhaus zugeschnitten ist, und es entsteht aber aus anderen Gründen/Fehlern kein echtes Passivhaus, könnte es dazu führen, dass man das Haus nicht richtig warm bekommt. Wenn die Wärmepumpe viel mehr Energie verbrauchen muss, weil das Haus die Angaben nicht erfüllt, können die Heizkosten ziemlich schnell steigen. Daher: Augen auf bei der Hausbau!!

 

4. Mit einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage (einem kleinen Windrad) samt Speicher ist man fast unabhängig von den fossilen Brennstoffen. Kein Brennkessel - kein Schornstein - kein Schornsteinfeger. Die Brandgefahr sinkt. Der Weg zur Autonomie ist viel einfacher.

 

Das einzige Problem, was bleibt, ist der Wasserverbrauch. Um das Wasser zu sparen, müsste man leider auf die Regendusche verzichten. Es ist aber möglich, aus dem Abfluss die Wärme zurück zu gewinnen.

 

Das Passivhaus wird weiter entwickelt. Jedes Jahr kommen neue, moderne und umweltfreundlichere Lösungen auf den Markt. Das Passivhaus Institut ist eine renommierte Platform für die Innovationen in der Baubranche geworden.

Allein für diese Revolution, für die Modernisierung des Bauwesens bin ich Prof. W. Feist sehr dankbar.

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.com

Eingestellt von wirbauenpassiv
Dienstag, 30 August, 2016 - 13:37

Wir hätten am liebsten ein Bungalow gebaut. Ein Haus ohne Treppe. Im Großraum Frankfurt, wo es an Grundstücken mangelt, wäre ein großes Baugrundstück für uns viel zu teuer gewesen.

Gut, um die Dachschrägen im Obergeschoß zu vermeiden und somit am Raum zu gewinnen, sollten zwei Vollgeschosse entstehen.  Eine Familie braucht viel Stauraum. Wenn man ein Haus ohne Keller baut, muss man entsprechende Räume einplanen. Ich wollte keinen Keller aus Kostengründen. Dazu kommt, dass die meisten Hausprobleme im Keller oder im Dachstuhl entstehen. Mein Mann wird den Keller bestimmt vermissen. Dafür bekommen wir eine längere Garage, die auch als Gartenhaus dienen wird sowie Stauraum im Dachgeschoss.  Ich bin vom Passivhausstandard überzeugt. Ich sehe das Haus als eine Chance für unsere Zukunft. Ein Haus soll nicht unnötig zu viele Unterhaltskosten generieren. Es ist eine Investition in die eigene Gesundheit (durch die Lüftungsanlage), in die Umwelt (kein Verbrennungsoffen). Vor allem wird ein Passivhaus dazu beitragen, dass wir unseren Kredit leichter abbezahlen können. Durch die niedrigen Heizkosten wird die finanzielle Sicherheit unterstützt. Man kann natürlich darüber streiten, ob der finanzielle Mehraufwand für ein Passivhaus sich lohnt oder nicht. Wir werden es sehen und darüber berichten :-)    Autarkie ist heute das Thema schlechthin. Jeder will unabhängig sein. Natürlich werden wir nie völlig autark leben können. Wir werden weiterhin Lebensmittel und Kleider dazu kaufen müssen. In Deutschland darf man keinen Wasserbrunnen bohren und sich eine Kläranlage im Garten einbauen. Im Ausland ist es möglich und manchmal sogar notwendig, wenn die Infrastruktur schlecht entwickelt ist.  Was bleibt also: die energetische Autarkie. Sie ist mit Strom leichter zu erreichen als mit fossilen Brennstoffen, (wenn man keinen Wald zur Abholzung frei hat).Was braucht man dazu? Natürlich eine große Photovoltaikanlage. Bei einer guten Lage hätten wir noch zwei kleine Windräder einplanen können. Leider wird das Haus nicht an der Küste gebaut. Die Module werden mit einem guten Speicher verbunden, der seinerseits mit der Wärmepumpe. Das warme Wasser dient auch als Wärmespeicher und hilft die Kosten zu senken.  Warum soll die Anlage groß sein? Ich glaube an Elektromobilität. In ein paar Jahren werden die Elektroautos wahrscheinlich billiger sein als Benziner und Dieselautos. Es ist nur eine Frage der Zeit.Wenn es soweit ist, kann man mit seinem eigenen Sonnenstrom das Auto laden.Unter dem Strich decken wir dann den Löwenanteil an Energie, das heißt die Hauswärme, den Strom und das Autoladen vom eigenen Hausdach ab.  Das wiederum lohnt es sich wirklich. Es ist die beste Altersvorsorge  smiley   http://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/

Eingestellt von wirbauenpassiv