Wie alles begann... Baufirmenfindung Teil I

Donnerstag, 27 August, 2026 - 16:45

Wie alles begann... Baufirmenfindung Teil I

Im Jahr 2016 haben wir uns bei der Gemeinde Zornheim auf eine Liste setzen lassen und bestätigt, dass wir Interesse an einem Bauplatz haben. Gerade mal neun Jahre später, im Mai 2025 war es dann endlich soweit - wir bekamen die Zusage und durften uns unter 22 noch freien Plätzen einen reservieren.

Dann ging es los. Die Idee: wir bauen nicht nur für uns fünf (Mama, Papa, Tochter (16), Sohn (14), Tochter (8)) sondern nehmen auch noch Oma und Opa mit ins Mehrgenerationenhaus

Wie bauen .... Fertighaus vs. massiv?

Mit der Mehrgenerationen-Idee dachten wir, im Trend zu liegen, aber die meisten Mehrgenerationenhäuser haben einen recht kleinen Wohnbereich für die ältere Generation vorgesehen (um de 50 m²). Das war uns zu wenig, also haben wir individuell losgeplant.

Mit vielen Ideen und ohne konkreten Plan haben wir Suchmaschinen und künstliche Intelligenzen bemüht, um herauszufinden, welche Bauweisen und welche Baufirma zu unseren zeitlichen, preislichen, ökologischen und persönlichen Vorstellungen und nicht zuletzt zu unserem Budget passt. Größte "Stolperfalle" bei uns: wir wollten unbedingt ein KfW 40 Haus. Sowohl die niedrigen Energiekosten als auch die doppelte Förderung (zwei Wohneinheiten...) haben uns davon überzeugt (und wir bereuen es nicht!!!).

1. Anlauf: Massivhausfirmen

Zunächst landeten wir bei Firma Massvhaus Mittelrhein (M) und Firma Strado (S), beide nicht direkt aus der Region aber laut KI preislich interessant. M schickte sofort eine super nette und sehr kompetente Verkaufsberaterin, die mit uns eine ansehnliche Stadtvilla plante. Riesenvorteil: sie arbeiten mit Erdwärme und das schon sehr lange. Leider hat das aber auch seinen Preis. 

Mit S hatten wir viel telefonischen Kontakt, auch hier kamen kreative Ideen rein, die aber nicht immer das trafen, was wir brauchten (30 m² Flur im OG? zwei über 20m² große Dachterrassen vor den Kinderzimmern?). Hier konnten wir irgendwann auch nichr mehr dem Berater glauben - als es Richtung KFW 40 ging, waren keine nennenswerten baulichen Veränderungen notwendig, der interne Energieberater würde das schon passend rechnen...

Beide Firmen mussten wir verwefen, M zu teuer mit Erdwärme und KfW-40-tauglichkeit. Denn die Wände hätten gedämmt oder 49 cm dick gebaut, das Dach extra gedämmt, und noch viel mehr zusätzlich gemacht werden müssen. S war uns dann nicht ganz geheuer.

Also doch lieber Fertigbau, denn die tun sich deutlich leichter mit KfW 40...

2. Anlauf: Fertigbau

Hier die Kurzversion...

  • Weber Haus: bisschen ideenlos, aber ökologisch und fachlich top, leider weit über dem Budget
  • Bien-Zenker: tolles Musterhaus, erstklassige Beratung, aber weit über dem Budget
  • Scan Haus: toller Preis, unangenehmes Klima im Musterhaus und wer bitte mag sein Haus mit den Abfällen der Kerosinherstellung dämmen? 
  • Heinz von Heiden: kauft man kein teures Premium-Haus, wartet man 24 Monate (O-Ton derBeraterin)
  • Hanse Haus: zu teuer, sind erst gar nicht in die Planung eingestiegen
  • Scheller Haus aus Lauterecken: lange der Top-Favorit, Materialien regional, Bauweise mit der Einblasdämmung innovativ und ohne große Fertigungszeiten vor dem Aufstellen. Absolute Lieblingsfirma, aber kein bisschen günstiger als die massive Bauweise.

Im Endeffekt war keine Firma günstiger als ein massiv gebautes Haus, keine Firma war schneller als ein massiv gebautes Haus, denn unser Haus gibts nicht im Katalog, unser Haus hat so noch keiner gewollt und gebaut! Damit dauert die Fertigung eines Fertighauses so lange, wie ein massiv gebautes Haus. Und dann kommen doch ggf. mehr Probleme mit den Materialien bei Wasserschaden etc. hinzu...

Also alles auf Anfang, Massivhäuser Teil II!

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