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Dienstag, 15 September, 2026 - 15:07

28. Januar 2026, leider drei Wochen später als erhofft, da der Winter tatsächlich stattgefunden hat, ging es endlich los. Der Tiefbauer, Viktor Schmidlein aus Wiesbaden war sußer. Er hat extrem schnell bei Wind und Wetter und sogar an seinem 60. Geburtstag gebuddelt, Zisterne und Revisionsschacht verlegt, da kann man nicht meckern.

Auch die Bodenplatte war flugs fertig und kurz darauf sind die Maurer angerückt.

Eines gilt es noch zu erwähnen - wir hatten mit unglaublich inkompetenten Bankberatern der Sparda-Bank zu tun und insgesamt 3 Monate lang (am Ende mit Hilfe des Vorstands) auf unsere Kreditzusage gewartet. Rheinmassiv hat uns trotzdem nicht hängen lassen und den Bau weiter vorangetrieben und einfach unseren Zahlungsplan angepasst. So viel Vertrauen auf Vorschuss hätten wir uns nicht träumen lassen, das war großartig!

 

Eingestellt von alleuntereindach
Sonntag, 13 September, 2026 - 00:00

Da wir im Findunsgprozess der Bauträger schon so akribisch und intensiv geplant hatten, stand so gut wie alles fest - Hausgröße, Form, Anzahl der Zimmer, Lage, Ausstattung - und der Vertrag konnte schnell geschlossen werden.

Geld war für uns das leitende Thema: welche Extras brauchen wir wirklich. Wir haben auf einen Keller verzichtet, uns aber eine 3m-Schiebetür zum Garten hin gegönnt. Einen Kaminzug wollten wir unbedingt, haben dafür aber die Räume ehr klein (13-14m² Kinder-/Schlafzimmer, Wohnen/Essen/Küche unter 50m²) gelassen, um den Hauspreis insgesamt nicht zu hoch zu setzen. Außerdem bauen wir ja noch eine zweite Wohneinheit für Oma und Opa mit. 

Die PV-Anlage und Garage hat Rheinmassiv uns geraten, in Eigenleistung zu beauftragen, da wir hier ihren Preisaufschlag sparen können. Wie fair ist das denn bitte?!?!? Chapeau, Herr Mastel!

Bemusterung - Fliesen und Sanitär

Dielief nicht so gut bei uns.

Wir sind zu Raaab-Karcher nach Frankfurt gefahren, wurden dort aber nicht so gut beraten. Einmal waren wir keine Zahlungskräftigen Kunden (Standard-Fliesen liegen mittlerweile bei 60x120 und einem m²-Preis von über 70€, Rheinmassiv hat nur 30x60 bis maximal 30€ vorgegeben) und dann gibt es keine wirkliche Beratung. man sagt, was einem gefällt, das wird notiert. Ich verstehe unter Beratung aber auch: Welche Farbe wirkt gut in welcher Raumgröße? Mit wie vielen unterschiedlichen Dekoren kann man arbeiten, wie setzt man mit FliesenAkzente ohne zu überladen? Nein, nichts. Total enttäuschend.

Auch hätte ich mir vom Berater gewünscht: "diese Waschbecken/Armaturen/... sind bei Ihnen inklusive, alternativ ohne Preisaufschlag gäbe es das hier... ach, Sie hätten gerne ein Aufsatzwaschbecken? Ja, das kostet dann 300€ mehr" oder so ähnlich. Nein, es läuft so. "Ach, Sie hätten gerne ein Aufsatzwaschbecken? Dann biete ich das Rheinmassiv an, die überlegen, was sie an Marge draufschlagen und bieten Ihnen dann den Mehrpreis an." Und ganz ehlich - da verliert man nur als Kunde. Frustriert sind wir nach Hause. Dann eben ein Standard-Bad. Schade.

Bemusterung - Fassade, Türen, Fenster

Dies fand in den Räumen von Rheinmassiv statt, nette Menschen, mit denen wir Kontakt hatten, aber eine Beratung war auch das nicht.

In 120 Minuten mussten wir alles entscheiden: Dachziegelfarbe (rot oder schwarz, sonst Aufpreis), Fenster (weiß, sonst Aufpreis), Rolladenfarbe, Fassadenfarbe, Haustür entscheiden. Zwei Dinge haben uns massiv enttäuscht:

* Es konnte uns keine Haustür explizit gezeigt werden, die in unserem Vaertrag preislich beriets enthalten ist und nur den digitalen Schlüssel als Aufpreis hätte  (geht wieder nur über Angebotsanfrage beim Türenhersteller und dann kommt der Überraschungspreis bei einer absolut undurchsichtigen Preispolitik)

* Es fand KEINE Beratung statt. Welche Fassadenfarben, Sockelfarbe, Haustürfarbe, Fensterfarbe, Rolladenfarbe sieht kombiniert gut aus. Einfach auf ein Papiermuster aus 1000 draufzeigen und das wars. 

Wir haben das dann tage- und wochenlang mit uns rumgeschleppt, immer wieder verändert, ewig viele Haustürenangebote angefordert und am Schluss erschöpft irgendwas genommen. Ob alles zusammenpasst oder am Ende total seltsam aussieht - wir wissen es nicht. Aber ohne Unterschrift unter der Bemusterung wird hier kein Loch für die Bodenplatte gegraben. Und wir haben nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten, externe Innenarchitekten oder Maler zur Beratung zu bezahlen. 

P.S.: Es scheint aber, wenn ich mich mit anderen Bauherren austausche, auch bei Fertighausfirmen und anderen Massivbauträgern ähnlich abzulaufen. Da hätte man wohl doch individuell bauen müssen und selbst alle Firmen koordinieren, um diesen "Service" zu erhalten.

Eingestellt von alleuntereindach
Donnerstag, 27 August, 2026 - 16:51

Nach den ersten Ernüchterungen haben wir uns mit regionalen Bauträgern befasst.

Pätzold aus Nieder-Olm auf Empfehlung von befreundeten Handwerkern, Röder aus Stadecken auf Empfehlung glücklicher und überzeugter Bauherren, SIKA aus Wörrstadt und Massivhaus-Rhein Lahn (seit 2026 neuer Name: Rheinmassiv) aufgrund Internetrecherche.

Viele, viele, VIELE Gespräche haben wir geführt, Excel-Listen mit allen Inklusiv- bzw. Zusatzleistungen der Bauleistungsbeschreibungen erstellt, Angebote gegenüber gestellt, diskutiert, aufs Bauchgefühl gehört, entschieden, verworfen, von vorne begonnen. Kurz nochmal überlegt, ob doch ein Fertighaus...neee... und dann entschieden.

Letzendlich kann man kaum Angebote zu 100% vergleichen. Jede Firma legt einen anderen Schwerpunkt und bietet andere Anreize. Ich will das einmal am Beispiel des sehr kostenintensiven Tiefbaus anreißen. Firma SiKA ist ein Tiefbauunternehmen und hat den Tiefbau - Baggern, Abfuhr - im Angebot inklusive bereits mit ???€ eingeplant. Zahlen bekommen wir keine. Firma Röder macht keinen eigenen Tiefbau und bietet das gar nicht an. Den Tiefbauer muss man sich selbst suchen, sie bieten nur eine Kostenschätzung an. Das kann Vorteile haben, wenn man jemanden kennt, aber auch sehr heftige Nachteile, wenn z.B. die Abfuhr der Erde auf die Deponie nochmal extra nach Kubikmetern bezahlt werden muss. Zumindest nicht planbar. Irgendwas zwschen 5.000€ und 30.000€. Bei Pätzold wieder inklusve, da Tiefbauunternehmen, bei Rheinmassiv inklusive, aber ein externes Unternehmen. Fazit? Kosten sind weder wirklich greifbar noch ernsthaft vergleichbar.

Anstatt aufzugeben haben wir dann einfach tortzdem versucht zu vergleichen, wenigstens an anderes Stellen: wer hat die meisten Inklusivleistungen, die uns später nicht noch mehr auf die Füße fallen? Vermessen, Architekt, Statik, Kranplatz, Bauzaun, Versicherungen, Bodengutachten, Anschluss an das Kanalnetz oder nur Regenfallrohre bis Bodenoberkante, eingefärbter Putz oder Putz+Anstrich? Sind die gemauerten Duschtrennwände im Preis enthalten? ...

Rheinmassiv hatte viele Inklusivleistungen. Rheinmassiv hat schnell gearbeitet und hat sich unser Vertrauen durch solide und intensive Beratung und durch den sehr professionellen Umgang mit der Kritik in einem Online-Bautagebuch erarbeitet. 

Rheinmassiv hat sich den Angeboten der Mitstreitern angepasst, wir konnten Inklusivleistungen verhandeln oder Kosten drücken, wenn ein anderes Unternehmen in einem Posten besser war. Und am Schluss war es doch auch viel Bauchgefühl - von wem fühlen wir uns verstanden und abgeholt und wer hinterlässt auch nach dem 10. Gespräch noch den Eindruck von Aufrichtigkeit. Da Röder und Pätzold zwar fachlich überzeugend, aber deutlich teurer waren und bei Sika irgendwas irgendwie doch nicht so stimmte, fiel die Wahl dann im Herbst 2025 endgültig auf Rheinmassiv.

 

Eingestellt von alleuntereindach
Donnerstag, 27 August, 2026 - 16:45

Im Jahr 2016 haben wir uns bei der Gemeinde Zornheim auf eine Liste setzen lassen und bestätigt, dass wir Interesse an einem Bauplatz haben. Gerade mal neun Jahre später, im Mai 2025 war es dann endlich soweit - wir bekamen die Zusage und durften uns unter 22 noch freien Plätzen einen reservieren.

Dann ging es los. Die Idee: wir bauen nicht nur für uns fünf (Mama, Papa, Tochter (16), Sohn (14), Tochter (8)) sondern nehmen auch noch Oma und Opa mit ins Mehrgenerationenhaus

Wie bauen .... Fertighaus vs. massiv?

Mit der Mehrgenerationen-Idee dachten wir, im Trend zu liegen, aber die meisten Mehrgenerationenhäuser haben einen recht kleinen Wohnbereich für die ältere Generation vorgesehen (um de 50 m²). Das war uns zu wenig, also haben wir individuell losgeplant.

Mit vielen Ideen und ohne konkreten Plan haben wir Suchmaschinen und künstliche Intelligenzen bemüht, um herauszufinden, welche Bauweisen und welche Baufirma zu unseren zeitlichen, preislichen, ökologischen und persönlichen Vorstellungen und nicht zuletzt zu unserem Budget passt. Größte "Stolperfalle" bei uns: wir wollten unbedingt ein KfW 40 Haus. Sowohl die niedrigen Energiekosten als auch die doppelte Förderung (zwei Wohneinheiten...) haben uns davon überzeugt (und wir bereuen es nicht!!!).

1. Anlauf: Massivhausfirmen

Zunächst landeten wir bei Firma Massvhaus Mittelrhein (M) und Firma Strado (S), beide nicht direkt aus der Region aber laut KI preislich interessant. M schickte sofort eine super nette und sehr kompetente Verkaufsberaterin, die mit uns eine ansehnliche Stadtvilla plante. Riesenvorteil: sie arbeiten mit Erdwärme und das schon sehr lange. Leider hat das aber auch seinen Preis. 

Mit S hatten wir viel telefonischen Kontakt, auch hier kamen kreative Ideen rein, die aber nicht immer das trafen, was wir brauchten (30 m² Flur im OG? zwei über 20m² große Dachterrassen vor den Kinderzimmern?). Hier konnten wir irgendwann auch nichr mehr dem Berater glauben - als es Richtung KFW 40 ging, waren keine nennenswerten baulichen Veränderungen notwendig, der interne Energieberater würde das schon passend rechnen...

Beide Firmen mussten wir verwefen, M zu teuer mit Erdwärme und KfW-40-tauglichkeit. Denn die Wände hätten gedämmt oder 49 cm dick gebaut, das Dach extra gedämmt, und noch viel mehr zusätzlich gemacht werden müssen. S war uns dann nicht ganz geheuer.

Also doch lieber Fertigbau, denn die tun sich deutlich leichter mit KfW 40...

2. Anlauf: Fertigbau

Hier die Kurzversion...

  • Weber Haus: bisschen ideenlos, aber ökologisch und fachlich top, leider weit über dem Budget
  • Bien-Zenker: tolles Musterhaus, erstklassige Beratung, aber weit über dem Budget
  • Scan Haus: toller Preis, unangenehmes Klima im Musterhaus und wer bitte mag sein Haus mit den Abfällen der Kerosinherstellung dämmen? 
  • Heinz von Heiden: kauft man kein teures Premium-Haus, wartet man 24 Monate (O-Ton derBeraterin)
  • Hanse Haus: zu teuer, sind erst gar nicht in die Planung eingestiegen
  • Scheller Haus aus Lauterecken: lange der Top-Favorit, Materialien regional, Bauweise mit der Einblasdämmung innovativ und ohne große Fertigungszeiten vor dem Aufstellen. Absolute Lieblingsfirma, aber kein bisschen günstiger als die massive Bauweise.

Im Endeffekt war keine Firma günstiger als ein massiv gebautes Haus, keine Firma war schneller als ein massiv gebautes Haus, denn unser Haus gibts nicht im Katalog, unser Haus hat so noch keiner gewollt und gebaut! Damit dauert die Fertigung eines Fertighauses so lange, wie ein massiv gebautes Haus. Und dann kommen doch ggf. mehr Probleme mit den Materialien bei Wasserschaden etc. hinzu...

Also alles auf Anfang, Massivhäuser Teil II!

Eingestellt von alleuntereindach