Robert & Yara

Beschreibung / Vorwort:

Hausarchitektur / Raumaufteilung:

Trotz einiger Vorlagen (Fertighäuser, Kundenhäuser, Internet) in mühevoller Kleinarbeit selbst erarbeitet. Wir standen kurz vor der Beauftragung eines Architekten bevor es auf einmal doch noch klappte. Uns war nicht bewusst, dass dies nicht im Leistungsumfang von Norwood ist - der Kunde muss ja selbst wissen was er bauen möchte.

 

Bemusterung:

Die Auswahl an Elementen (Haustür*, Innentüren, Fenster*, Dachziegel ... und vor allem Farben) ist sehr überschaubar oder gar ohne Optionen, was die Auswahl vereinfachen kann - oder bei individuellen Ansprüchen in Eigenregie beauftragt werden muss. Vieles kostest selbstverständlich Aufpreis (z.b. Fenster* in RAL passend zur Haustür*, die es in RAL als Standard gibt). Leider hatten wir keinen EInfluss auf die Breite der Treppe genommen - diese ist mit 91cm Stufenbreite OK, das Treppenhaus hätte aber mehr ermöglicht, um auch mal sperrige Gegenstände wie Möbel transportieren zu können. Das stellenweise 115cm hohe Geländer erschwert das noch etwas. Da hätten wir (oder ein Architekt) uns vorab mehr Gedanken machen müssen.

 

Gut:

Materialkonzept (Doppelblockwand mit Hyperdämmschüttung in den Wänden, Holzweichfaserplatten auf Dach) -> atmungsaktiv, somit auch kein Lüftungssystem nötig

Holzqualität im allgemeinen (gute und genaue Fräsung), ausreichend Zusatzmaterial falls Balken beschädigt würden.

Top Sortierung der Pakete, man findet schnell die Balken in der richtigen Aufbaureihenfolge.

Übersichtliche und für uns ausreichende Auswahl (Haustür*, Fenster*, Griffe), wir haben uns neben el. Rolläden und Fenster* in RAL sowie Treppenwangen in weiß nur wenige aufpreispflichtige Details geleistet.

 

 

Weniger gut:

Kein gesamtheitliches Baukonzept, um es in kurze Worte zu fassen: die Firma liefert Holz. Man arbeitet zwar regelmäßig mit in dieser Bauart erfahrenen Gewerken, aber Gedanken über Architektur (!), Heizung, Solar, etc. müsst ihr euch selbst machen. Auch die Koordination lief kaum reibungslos und wir mussten uns um das meiste selbst kümmern.

Qualität im Detail (da ist man als Bauherr* ja etwas empfindlich wenn es um die eigene kostspielige Investition geht):

- Kanten der Balkenüberstände nicht geschliffen, so dass diese mit der Zeit splittern.

- Holztreppe* mit diversen Macken / Lackschäden -> wurde nach Dokumentation schnell ersetzt, ist nun besser (aber nicht perfekt -> sichtbare zu große Einfräsung an einer Stufe, kleinere Macken).

- Fenster*: wir haben uns für HolzFenster* entschieden, würden es aber nicht wieder tun. Optisch sehr schön, allerdings ist das Holz relativ weich und empfindlich (z.b. Druckstellen von Schlüsseanhänger!) und nach kurzer Zeit haben wir nun Probleme mit dem Lack, der an einigen Stellen klebt / abplatzt.

- Innentüren: sehr schön von der Form her, jedoch keine gute Verarbeitung (teils sogar kleine schwarze Fliegen im Lack)

 

Unübersichtlich im Bezug auf Kosten. Da diese gut geplant werden müssen, um entsprechend Kredite zu beantragen, haben wir hier viel Diskussionen gehabt. Es kamen nach und nach immer mehr Kosten hoch:

- bauleitung* (im Verkaufsgespräch auf eigene Nachfrage hin "brauchen Sie doch nicht") -> mittelgroßer 4-stelliger Betrag

- Mehrkosten für Kran: 4000 € (bei Grundstücksbesuch noch "kein Problem, da kommen wir hin")

- Zahlungssicherheiten: 200 € (und das nur dank unserer Bank, hätte sonst nen guten 4-stelligen Betrag gekostet!)

- Energienachweis (benötigen wir v.a. für den KfW Kredit) -> noch unbekannt, hier verweigert man uns zugesicherte Leistungen, was auf einen Rechtsstreit hinauslaufen wird

- Eigenleistungen: hier wurde uns im Verkaufsgespräch ein hoher 4-stelliger Betrag in Aussicht gestellt, ohne dass dies mit dem Montageteam jemals abgesprochen war. Nur durch eigene Mitarbeit bei der Hausmontage (kompletter Sommerurlaub!) konnten die Kosten teils kompensiert werden.

 

foto*-Tagebuch:

 

2015-09-07