Die Frankes

Beschreibung / Vorwort:

Unser Traum vom Eigenheim soll wahr werden... Damit das aber passiert sollen wir gaaaanz viele Überraschungen erleben, die uns mit Sicherheit nicht gefallen. Wie es wohl jedem Bauherren ergeht, müssen auch wir die Erfahrungen machen, dass "nicht alles Gold ist ,was glänzt" und "man immer hinterher schlauer ist und vieles anders machen würde".

 

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Donnerstag, 4 September, 2014 - 12:24

Das neue Jahr begann...

Wegen der Finanzierung, wurde uns gesagt, brauchen wir uns keine Sorgen machen. Das ist nur eine Formsache... Haha. Wie erschrocken waren wir, als uns die Ingdiba ablehnte. Wir können es uns bis heute nicht erklären, wie wir mit festen, sehr gutem Einkommen und Eigenkapital abgelehnt wurden. Wir wollen uns doch kein Schloss bauen, sondern lediglich eine Bungalow mit 140qm Wohnfläche. Der Finanzberater von HELMA, ein sehr netter und kompetenter junger Mann, legte sich so ins Zeug, dass wir binnen weniger Tage eine Finanzierung bei der DSL-Bank mit den fast identischen Konditionen bekamen. Somit war das Thema Finanzierung auch erledigt. Aber auch da kommen noch Überraschungen auf uns zu, die wir bis dato noch gar nicht mal erahnen konnten.

Ab sofort planten wir nun weiter ins Detail. Wie soll das Bad aussehn, die Fliesen, die Küche, der Kamin, die Garage.

Bei der Garagenzentrale in Halle wurden wir schnell fündig. Den Kamin lassen wir uns von Kaminbau-Leipzig anfertigen und die Küche wird von Porta aus Wiedemar kommen. Bei den Fliesen brauchten wir länger. Zwar hatten wir eine ganau Vorstellung, aber die Preise sind ja mal der Hammer! 96€ Netto pro qm? Geht´s noch? Zufällig waren wir dann bei Rothkegel. Da standen doch die selben Fliesen (anderer Hersteller) für 32€. Das ist doch mal ein Unterschied.

Am 13.03. war es dann endlich soweit. Der Notartermin fürs Grundstück. Wir waren so aufgeregt. Da die Grundstücke noch nicht geteilt sind und die Straßen noch in Arbeit sind, wurde festgelegt, dass erst ein Teil bezahlt wird und der Rest erst nach Abschluss aller Arbeiten zu zahlen ist. Die Straße die zu unserem Grundstück führt, soll bis 15.06.2014 geschottert befahrbar mit allen Medien fertig sein. Alle Altlasten müssen natürlich beseitigt werden.

Im März wurde dann endlich mit der Vermessung begonnen. Am 01.04. erhielten wir die Katasterrechtlichen Angaben vom Vermesser. Am 26.04.2014 wurde das Bodengutachten durchgeführt, welches die für uns größte Überraschung parat hielt.
Wir entschieden uns zusätzlich einen Baugutachter zu beauftragen, der unser Projekt mit betreuen soll. Das Geld ist es uns wert. Immerhin haben wir keine Ahnung und Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die Zukunft wird zeigen, dass wir diese Entscheidung nicht bereuen.

Die ersten Rechnungen flattern in Haus:

Makler2284€Notar600€Vermesser1900€Stadt (Erstellung Negativzeugnis)15€Landkreis (Verwaltungsgebühren)51€Bodengutachten590€Katasteramt (Auszug Flurkarte)28€Amtsgericht77,50€Grunderwerbssteuer2124€

Nach langem "Da fehlt noch das, da fehlt noch dies" hatten wir am 2.06.2014 ENDLICH nach 6 Monaten nach Hausvertragunterzeichnung unseren Bemusterungstermin in Lehrte. Wir lernten unseren Bauleiter kennen, sprachen die Technik durch und Bemusterten u.a. Ziegel, Fassade, Haustür... Wir änderten noch ein paar Kleinigkeiten wie Türbreite, halbhohe Wände in Bad und Küche, Schornsteindurchmesser. Gewerke Innentüren und Sanitär haben wir rausnehmen lassen, da nichts anständiges (nach unseren Vorstellung) im Sortiment war. Wir bekamen eine To-DO-Liste für die Vorbereitungen die für den Baustart notwendig sind und eine Liste mit den Terminen der einzelnen Gewerke. Geplanter Baustart 11.08.2014

Unsere Erfahrung:

  • uns wurde sehr schnell klar, dass die Bauleistungsbeschreibung sehr schwammig ist und das leider zu Ungunsten des Bauherren. Viel zu oft mussten wir das Wort "gegen Aufpreis" hören. Das hatte uns auch schon unser Baugutachter vorausgesagt. Das ist eine der vielen Dinge, wo man hinterher schlauer ist. man sollte auf Jedenfall ein Gutachter VOR Vertragsunterzeichnung hinzuziehen. Der Gutachter durchleuchtet die Leistungsbeschreibungen und kann gezielt Dinge mit aufnehmen lassen und vor allem preislich verhandeln. nun gut. bei uns leider zu spät.
  • Das Bodengutachten: gebt lieber Geld für ein Bodengutachten aus, bevor ihr ein Grundstück kauft!!! Oder lasst euch nachweisen, dass euer Grundstück für den Bau eines Hauses geeignet ist. Unser Bodengutachten zeigt, dass wir einen sauschlechten Boden haben, auf dem kein Haus gebaut werden kann und zudem noch eine absolut miserable Versickerungsgeschwindigkeit aufweist. Das bedeutet nun für uns: wir müssen einen kompletten Bodenaustausch für die Fläche des Hauses bis auf 1,30m Tiefe vornehmen lassen und eine Versickerungsanlage auf dem Grundstück einplanen, da laut Bebauungsplan, dass anfallende Wasser auf dem Grundstück versickern muss und keine Regenwasserableitung in der Straße vorliegt. Kosten des Bodenaustausches mindestens 12000€ (Eine Summe, mit der wir nicht kalkuliert haben) Kosten Versickerung noch unklar.

Zu unserer TO-DO-Liste:

Angebot für Versickerung
Bauantrag einreichen
Baustrom und Bauwasser beauftragen
Grobabsteckung und Feineinmessung beauftragen
Erschließungsanträge für Strom, Wasser, Abwasser, Gas. Telekom
Und das allerwichtigste: Die Finanzierungssicherstellung der Bank an HELMA bis max. 3 Wochen vor Baustart einreichen.

FINANZIERUNGSSICHERSTELLUNG
Das wird unser Wort des Jahres, wenn nicht sogar des Lebens.
Den Vordruck dafür haben wir der Bank sofort nach der Bemusterung zukommen lassen, mit der Bitte diesen ausgefüllt an HELMA zu senden. Als wir die erste Erinnerung von HELMA bekamen, dass die Finanzierungssicherstellung fehlt, riefen wir bei der Bank an, die meinte, sie machen es fertig. Als die zweite Erinnerung kam und wir wieder anriefen und fragten woran es denn liegt dass sie die Finanzierungssicherstellung nicht rausschicken, sollte das Unheil beginnen. Es fehlt die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch.
Nachgefragt beim Notar, denn diese soll das automatisch der Bank zukommen lassen. Aussage Notar: Die Grundstücke sind noch nicht geteilt.
Anruf beim Vermesser: Unterlagen liegen beim Katasteramt
Anruf beim Katasteramt: Unterlagen wurden erst Ende Juni eingereicht (Wie bitte? Die Vermessung war bereits im März) und jetzt kommt der Hammer: Es liegt ein Fehler in der Liegenschaftskarte vor, der vor der Teilung noch korrigiert werden muss. Die Eigentümer der Grenznachbarn haben bis 18.08.2014 Zeit sich zu äußern. Dies Frist muss laut Gestz eingehalten werden. Erst nach Ablauf dieser Frist kann mit der Korrektur und anschließend mit der Teilung begonnen werden.
Den Baustarttermin können wir somit nicht mehr halten.
Zudem kommt noch dazu, dass die Straße Ende Juli immer noch nicht fertig war und unser Grundstück noch voll vermüllt ist. Eine Einmessung und Absteckung ist nicht möglich und Baufahrzeuge würden gar nicht zum Grundstück kommen.
Ich habe mich noch nie so viel über Menschen ärgern müssen, wie in dieser Zeit. Mündliche Absprachen mit dem Makler und verantwortlichen Tiefbauer der Straße, wurden nicht gehalten, so dass wir nun gezwungen waren rechtliche Schritte einzuleiten.

Was haben wir die Leute bekniet unser Anliegen im Eilzug zu bearbeiten.
Ein DICKES DANKE an die Mitarbeiter des Katasteramts Dessau. Sie waren super nett und haben sich wahnsinnig ins Zeug gelegt. Nachdem mir der Vermesser, der verantwortlich ist, die Unterlagen vom Katsteramt zum Notar zu bringen, sagte, er sehe es nicht als Notwendig, die Unterlagen so schnell wie möglich dorthin zu bringen, übernahm ich dies selbst. Man muss dazu sagen, wir standen unter enormen zeitdruck, weil der Festpreis von HELMA am 20.09.2014 ausläuft und wir danach einen neuen (natürlich höheren) Preis bezahlen müssen. Und das für Nichts, weil solche Deppen es für nicht Notwendig halten. Naja der Anwalt klärts. Mit dem Makler sind wir auch durch. Das ist genau so eine Unkompetente Kraft, die sein Geld absolut nicht wert ist.

Am 02.09.14 legte ich der Notarin die Katasterunterlagen vor und machte einen Termin für Donnerstag,04.09.14 aus, damit wir so schnell wie möglich die Rangbescheinigung für die Bank bekommen, damit diese endlich die Finanzierungssicherstellung rausschicken können.

 

Eingestellt von hilly80
Donnerstag, 4 September, 2014 - 10:38

Ein Eigenheim zu besitzen war schon lange ein Traum von uns. Immer wieder durchstöberten wir das Internet nach geeigneten Häusern in unserer Region. Das passende war nie dabei. Da sich in der Vergangenheit vieles bei uns verändert hat, mit der Geburt unseres Sohnes und auch beruflich, beschlossen wir uns ein Haus nach unseren Vorstellungen zu bauen. Immerhin sind die Zinsen niedrig, unser Gehalt und Arbeitsplatz sicher. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wir rechneten hoch und runter... was können wir uns leisten, was können wir selbst übernehmen auf was können wir verzichten und auf was keinenfalls. Welche Baunebenkosten kommen noch hinzu. Wie hoch werden die Nebenkosten für das Haus... Klar stand: Versklaven fürs Haus wollen wir uns nicht. Wenigsten einmal im Jahr Urlaub muss drin sein! So stand dann unterm Strich eine Summe mit der wir losziehen konnten.

Stand Mai 2013: Also los, Baugrundstück finden. Leicht gesagt. Wir suchten im Internet, machten Spaziergänge und Radtouren. Das ein oder andere Stückchen Land fiel uns auf und wir fragten beim Bauamt nach was zu verkaufen wäre. Beim ersten Grundstück kamen wir leider ein paar Wochen zu spät. Als wir nachfragten, ob denn in dieser beliebten Ecke vorgesehen ist, weitere Grundstücke zu erschließen, erhielten wir nur ein ernüchterndes NEIN. Umso erstaunter waren wir, als wir am NÄCHSTEN Tag dort spazieren gingen und ein riesiges Schild dort stehen sahen, auf dem stand "Grundstücke zu verkaufen". Wir riefen sofort an und machten einen Termin aus, für den 11.07.2013.Natürlich waren wir nicht die Einzigen und leider nicht die Ersten. Somit war unser Favorit schon vergriffen. Wir suchten uns dann das scheinbar zweitbeste aus mit ca.830qm. SCHEINBRA!!!! Aber das sollten wir erst später erfahren. Das Bauland ist eine Erbgemeinschaft aus zwei Flurstücken die in 11 Grundstücke geteilt werden sollen mit zusätzlichen zwei Straßen. Die Vermittlung der Grundstücke übernahm ein Makler-der, wie sich später noch herausstellt, nicht unser Freund wurde. Wir reservierten also das Grundstück. Der erste Schritt war getan.

Jetzt mussten wir einen Bauträger finden, mit dem wir bauen wollen. Danke Internet. Was haben wir früher nur ohne dich gemacht? Wir haben verglichen und Bautagebücher gelesen, sind in Musterhausparks einmarschiert und haben Freunde und Bekannte die gebaut haben nach Erfahrungen und Meinungen gefragt. Insgesamt hatten wir dann 12 Angebote von Bauträgern (alles Massivbauweise) vor uns liegen, die dann nach Preis-Leistung, Sympathie und Internetbewertungen sortiert wurden. Übrig blieben ein Regionaler, Schuckardt und HELMA. Schuckardt fiel raus, weil die leider den Makler, der auch für die Grundstücksvermittlung zuständig ist, beschäftigen. Sorry Schuckardt, aber der Mann geht mal gar nicht. Bei HELMA fühlten wir uns sehr wohl. Auf unsere Wünsche und ständigen Änderungen wurde eingegangen, so dass wir am 21.12.2013 den Hausvertrag unterschrieben haben. Somit feierten wir Weihnachten mit unseren liebsten und rutschten zufrieden ins neue Jahr hinein, mit der festen Überzeugung, das nächste Weihnachtsfest in unserem neuen Haus zu feiern.

 

     

Eingestellt von hilly80