Warum lohnt sich der Austausch der Umwälzpumpe bereits nach wenigen Jahren?

Umwälzpumpen erfüllen in jeder Heizungsanlage eine zentrale Funktion, egal ob der Brennstoff Gas, Öl oder Pellets ist. Die Umwälzpumpe befördert das zuvor erhitzte Wasser durch den Heizungskreislauf im gesamten Gebäude. Was viele nicht wissen: Technisch überholte Umwälzpumpen verbrauchen eine Menge Strom, mit einer modernen Hocheffizienzpumpe reduzieren Besitzer den Verbrauch um bis zu 80 %.

Wie veraltete Umwälzpumpen funktionieren

Ungeregelte Standardpumpen, die sich in fast allen älteren Gebäuden finden, pumpen das Wasser mit unverändertem Druck durch die Leitungsrohre. Sobald Nutzer die Zentralheizung anschalten, läuft sie bis zum Abstellen im Frühjahr auf Volllast. Es spielt keine Rolle, wie stark Bewohner heizen. Der Stromverbrauch ist bei schwachem Heizen in der Nacht identisch wie bei voll aufgedrehten Thermostatventilen an allen Heizkörpern. In der Heizsaison lässt eine Umwälzpumpe das Wasser rund 6.000 Betriebsstunden lang mit der größten Leistungsstärke zirkulieren, obwohl Haushalte nur in einem minimalen zeitlichen Anteil davon Volllast benötigen. Es kommt hinzu, dass Hersteller alte Heizungsanlagen mit überdimensionierten Pumpen ausgestattet haben. Das führt zu weiteren vermeidbaren Kosten.

Hocheffizienzpumpen: Wie sie den Stromverbrauch drastisch senken

Bei innovativen Hocheffizienzpumpen handelt es sich dagegen um Umwälzpumpen mit Regelungstechnik. Die Pumpen mit ihren elektrisch geregelten Synchronmotoren passen ihre Leistung an den Bedarf an Heizwärme an, sie reagieren direkt auf die Raumtemperaturregelung durch die Thermostatventile an den Heizkörpern. Die jährliche Ersparnis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus liegt bei etwa 100 Euro, darauf weisen Experten hin. Bei Anschaffungs- und Montagekosten von rund 400 bis 500 Euro zahlt sich die Investition nach vier bis fünf Jahren aus!

Bestenfalls kaufen Hausbesitzer zugleich energieeffiziente Thermostatventile mit Zeitschaltuhr, dadurch minimieren sie den Stromverbrauch zusätzlich. Mit ihnen können Bewohner die Heizkörper zu den gewünschten Uhrzeiten automatisch auf- und abdrehen lassen.

Verstärkter finanzieller Vorteil aufgrund staatlicher Förderung

Die moderne Hocheffizienzpumpe ist noch schneller amortisiert, wenn Käufer das staatliche Förderprogramm "Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich" nutzen. Dieses Programm richtet sich an alle, die ihre bisherige alte Umwälzpumpe durch ein umweltfreundliches Modell ersetzen wollen. Seit dem August 2016 unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium diese Investitionen in die Heizungsoptimierung mit einem Zuschuss von 30 %, die Förderung gilt für die Kauf- und Montagekosten. Antragsberechtigt sind unter anderem Privatpersonen und Unternehmen. Wichtig ist, dass das jeweilige Modell die Anforderungen an eine Hocheffizienzpumpe erfüllt. Eine detaillierte Liste mit allen infrage kommenden Pumpenmodellen hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlicht, diese Behörde nimmt auch die Förderanträge entgegen.

Die Antragsstellung können Hausbesitzer bequem online durchführen. Zuerst registrieren sie sich auf dem Onlineportal des BAFA. Diese Registrierung muss vor dem Beginn der Maßnahme erfolgen. Nach der Umsetzung füllen sie das entsprechende Formular aus und laden die Rechnungen hoch. Die Behörde prüft die Angaben und überweist anschließend das Geld.